Nach „Dark City“ Ende der 90-er Jahre, das im Grunde die Matrix-Filme vorwegnahm, schuf Alex Proyas 2004 mit „I, Robot“ einen durchaus auch sehenswerten, klugen und unterhaltsamen Sci-Fi-Film, der Fragen nach künstlicher Intelligenz, der Menschlichwerdung von Maschinen und dem Zusammenleben von Mensch und Technik stellt – und sehenswert beantwortet.

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Detective Del Spooner (Will Smith) wird im Jahre 2035 zu einem Einsatz gerufen: Der Erfinder der „Robots“, menschenähnlicher Roboter, die den Menschen jede Menge unnötiger Arbeiten abnehmen, hat (offenbar) Suizid begangen. Eine letzte Nachricht richtet sich an Spooner, der in kryptischen Worten dazu aufgefordert wird, die „richtigen Fragen“ zu stellen, und das Geheimnis hinter seinem Tod zu lüften.

Spooner verdächtigt, als einziger, einen Robot als Täter – er will den Maschinen nicht recht über den Weg trauen, obwohl die ihnen einprogrammierten „3 Gesetzte“ es ihnen unmöglich machen, Menschen Schaden zuzufügen. Doch irgendetwas lief hier falsch – und als einziger macht sich Spooner auf die Suche nach der Wahrheit…

„I, Robot“ fällt in die Kategorie „intelligentes Blockbusterkino“, wie etwa auch die neuen Planet-der-Affen-Filme: Unterhaltungsfilme mit vielen, bombastischen Effekten, aber mit durchaus „ernstem“ Hintergrund, einer intelligenten Story, die zum Denken anregt.

Das Drehbuch basiert auf einer Kurzgeschichte von Isaac Asimov, im Kern geht es um die Frage, ob der Mensch es nicht verdient hätte, von den Maschinen als Herrscher über die Erde abgelöst zu werden, da er sich zunehmend (selbst-)zerstörerisch verhält. Will Smith ist in seiner Rolle als stets skeptischer Einzelkämpfer glaubwürdig, wenn auch etwas plakativ. Bridget Moynahan, die eine „Robot-Psychologin“ mimt, die Spooner spät, aber doch glaubt, und ihn unterstützt, macht ihre Sache recht solide. Die wahren „Stars“ sind aber die animierten Robots, allen voran „Sunny“, der Roboter, der gelernt hat zu fühlen.

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„I, Robot“ bietet clevere, kurzweilige Blockbuster-Unterhaltung, und beweist, dass Popcorn-Kino nicht immer dumpfe Effektschlacht sein muss. Gelungene Effekte und ein kluges Drehbuch runden einen durchaus sehenswerten Film ab, der Fragen nach Zusammenleben von Mensch und Maschine stellt.

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