Film plus Kritik

Mickey Rourke war in den 1980-ern der Inbegriff des „sensiblen Rauhbeins“, sowohl in seinen Filmen, als auch was seine „public persona“ und das öffentliche Auftreten betraf. In vielen seiner Filme stellte er emotional geschädigte Draufgänger dar, troubled Outlaws, Underdogs, Gescholtene und Outsider, die ihre Wut gegen sich selbst und die Gesellschaft um sie herum richten. „Johnny Handsome“, „Year of the Dragon“ oder „Barfly“ sind nur einige ausgezeichnete Beispiele für solche Charaktere.

In den 90ern wurde es ruhiger um den ehemaligen Topstar, er richtete auch als Privatperson seine Wut gegen sich selbst, und tauschte seine aussichtsreiche Schauspielkarriere gegen Boxhandschuhe ein: Er wollte Profiboxer werden, und bestritt auch tatsächlich einige Kämpfe. Im Kino war er dann nur noch in kleinen Kurzauftritten zu sehen.

Nachdem er schon vollkommen vergessen zu sein schien, schaffte Mickey Rourke mit „Sin City“ ein vielbeachtetes Comeback, das im Golden-Globe-prämierten Auftritt in „The Wrestler“ gipfelte, in dem er mehr sich selbst als…

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