Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Brian de Palma galt lange Zeit als Meister des abseitigen Horrors, bis er sich in den 1980-ern vermehrt auch mehrheitstauglicheren Stoffen widmete. Diese Hinwendung zum Mainstream war ein ambivalentes Unterfangen, das einerseits zur Produktion zeitloser Klassiker („The Untouchables“; „Scarface“) führte, andererseits künstlerische und finanzielle Desaster hinterließ („Mission to Mars“; „Black Dahlia“). Als Konstante lässt sich ein Hang zur Provokation und zum (oft unbeabsichtigten) Skandal ausmachen.

„Teufelskreis Alpha“ (Originaltitel: „The Fury“) stammt aus De Palmas Anfangs-Phase, in der er oft Horror-Stoffe mit „übernatürlichen“ Themen mischte; so auch im Durchbruchsfilm „Carrie“ (1976), dem zeitlosen Horror-Klassiker, der diese schräge Mischung aus blutrotem Terror, Parapsychologie und satirischen Untertönen zum ersten mal einem größeren Publikum zugänglich machte.
„Teufelskreis Alpha“ ist zwar ernsthafter, vermischt aber erneut Schreckliches mit Übernatürlichem:

Peter Sandzas (Kirk Douglas) Sohn wurde mit übernatürlichen Fähigkeiten geboren. Es dauert nicht lange, bis eine Regierungsorganisation (vertreten durch John Casavettes) darauf aufmerksam wird, und dem Vater…

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