Mit der deutsch-österreichischen Koproduktion bringt Regisseur Wolfgang Groos, bisher vor Allem bekannt für „Hexe Lilli“, einen durchaus charmanten und ansehnlichen Film ins Kino, die als Mischung aus Multi-Kulti- und Sozial-Komödie wie „Ziemlich beste Freunde“ oder „Fack ju Göhte“ funktioniert. Besetzt mit blendend aufgelegten Darstellern, startet „Kalte Füße“ am 11.1. in unseren Kinos.

Denis ist so etwas wie ein halbstarker Möchtegern-Gangster: Um seine Schulden zu tilgen, wird er vom stadtbekannten Kleinkriminellen-Boss dazu angehalten, in die offenbar leer stehende und sich in den österreichischen Bergen befindliche Villa von Raimund Groenert einzubrechen, um wertvolle Gegenstände und Geld zu entwenden. Der Hausherr ist zu Denis‘ Überraschung aber zu Hause – allerdings bewegungslos und an seinen Rollstuhl gefesselt: Der alte Mann hatte einen Schlaganfall, und kann weder sprechen, noch gehen. Als er das Spiel durchschaut, und den Eindringling irgendwie vertreiben will, taucht seine Enkelin Charlotte auf, die sich um den armen Opa kümmern soll – und die hält Denis prompt für den Krankenpfleger des Großvaters. Denis bleibt also keine Wahl, als die Scharade mitzuspielen, da das Haus auch noch eingeschneit wird…

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Gefährlicher Kleinkrimineller, alter reicher Mann im Rollstuhl: Klingt doch verdächtig nach „Ziemlich beste Freunde“, mag man denken. Noch dazu ein junger Kerl, der unabsichtlich in eine für ihn ungewohnte Rolle stolpert, da werden auch schnell Erinnerungen an „Fack ju Göhte“ wach. Die erzählerischen Parallelen zu den beiden genannten Filmen sind nicht von der Hand zu weisen, dennoch schafft es „Kalte Füße“, etwas Eigenständiges auf die Beine zu stellen.

Lobenswert sind zuallererst die durchwegs guten Leistungen der Schauspieler: Die beiden Hauptdarsteller Emilio Sakraya (Denis) und Sonja Gerhardt (Charlotte) harmonieren ausgezeichnet, und auch die sich langsam anbahnende Romanze nimmt man ihnen ab. Dazu kommt Heiner Lauterbach als mürrischer alter Mann im Rollstuhl, dem am Ende doch das versteinerte Herz auftaut, und Michael Ostrowski in einer kleinen Nebenrolle als gutmütiger Alpin-Polizist. Hervorzuheben ist wohl auch das Drehbuch, das den Film mit durchwegs sympathischen Charakteren ausstattet, denen man gerne zusieht und mit denen man sich gerne und leicht identifiziert.

Fazit:

Auch wenn nicht alle Gags zünden, und es sicher bessere Beispiele für ähnliche Filme gibt, bietet „Kalte Füße“ doch über die gesamte Laufzeit gute und kurzweilige Unterhaltung, und vermittelt am Ende auch Werte von Zusammenhalt und Familie, von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Fürsorge. Klar, tiefgründige Filmkunst ist hier nicht zu erwarten, doch „Kalte Füße“ vergeht wie im Flug, und ist durchaus einen Kinobesuch wert.

Bewertung:

7 von 10 Punkten

von Christian Klosz

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Bilder: Sony Pictures

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