Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Maps to the stars“ sind an Besucher der Stadt der Engel verteilte touristische Koordinatensysteme, die die Residenzen der Stars, Sternchen und Sternschnuppen in Beverly Hills und Umgebung kartografisch verorten: Man will ja wissen, welcher Wichtige wo wohnt, wenn man schon dort ist. Eine dieser verglühenden Sternschnuppen ist Havana Segrand (Julianne Moore) in David Cronenbergs 2014-er Film gleichen Namens: Sie psychisch kaputt, ihre dämonische Mutter tot, was sollte man anderes tun, als zwecks kreativer Selbstheilung seine eigene Mutter in einem in Produktion befindlichen Film darzustellen? Dazu noch sündteure esoterische Therapieeinheiten beim selbsternannten Guru Hollywoods, Stafford Weiss (John Cusack), der die Kranken dieser Scheinwelt scheinbar heilt – so lässt es sich schön dekadent leben in der Stadt des Showbiz, Hollywood.

Jener Stafford Weiss wiederum hat seine eigenen Probleme am Hals: Dass seine Frau eigentlich seine Schwester ist und seine Tochter sich und ihren Bruder zwecks (Selbst-)Mord anzünden wollte, ist zwar in diesem…

Ursprünglichen Post anzeigen 284 weitere Wörter