Titanen haben Menschen schon immer fasziniert: In der griechischen Mythologie waren sie Riesen in Menschengestalt und ein mächtiges Göttergeschlecht. Doch auch im 21. Jahrhundert hat die Faszination kein Stück nachgelassen. Viele Regisseure und Drehbuchschreiber bedienen sich des Titanen-Konzepts und, vorausgesetzt Handlung und Spezialeffekte stimmen, gibt es für die Zuschauer kaum spannendere Geschichten, die sie auf dem Silver Screen verfolgen können. Gewaltige Filmmonster wie die in Godzilla 2 sind übrigens auch von den mythischen Gestalten inspiriert. Wir stellen die besten Titanen-Filme der letzten Dekade vor. 

Attack on Titan (2015)

Attack on Titan aus dem Jahr 2015 ist ein postapokalyptischer Dark-Fantasy-Actionfilm, welcher auf der in Japan populären Manga-Vorlage Attack on Titan basiert. Shinji Higuchi führte Regie. Der Film erzählt die Geschichte der Titanen, die vor 100 Jahren aus dem Nichts auftauchten und die Menschheit dezimierten. Um die Riesen aufzuhalten, bauten die letzten Überlebenden der Menschheit gigantische Mauern und schlossen sich innerhalb dieser ein: Die Reichen leben ganz im Inneren der Städte, von den stärksten Mauern geschützt. Die Armen wiederum hausen innerhalb der sogenannten „Outer Wall“, die den Angriffen der Titanen zumeist nicht standhalten kann. Hier lebt auch Eren, der seinen Freunden Armin und Mikasa gesteht, dass er die schützenden Mauern der Stadt verlassen möchte. Der Plan scheitert: In einem unerwarteten Titanenangriff wird Mikasa scheinbar getötet. Erst zwei Jahre später setzen Eren und Armin in ihrer neuen Rolle als Scouts ihr Vorhaben um und verlassen die Stadt – hier treffen sie nicht nur Mikasa wieder, sondern müssen auch Angriffe der titelgebenden Titanen abwehren, sowie den „Colossal Titan“ besiegen, den gefährlichsten aller Gegner.

Mit seiner mitreißenden Geschichte und der ungewöhnlichen Atmosphäre konnte Attack on Titan in Japan umgerechnet 5,1 Millionen Dollar am ersten Wochenende und 27 Millionen 2015 umsetzen. Die Presse bezeichnete den Film zurecht als einen der originellsten Fantasy-Filme der letzten Dekade. Selbst kritische Stimmen hoben hervor, dass der Film auch für Nicht-Fans der Mangavorlage ein großer Spaß im Kino sein dürfte.

Auch Filmmonster wie Godzilla und die hier dargestellten Wesen sind von Titanen inspiriert.

Kampf der Titanen (2010) und Zorn der Titanen (2012)

Hier sollen gleich beide Exemplare der Filmreihe genannt werden, da sie aufeinander aufbauen. Kampf der Titanen (Originaltitel: Clash of Titans) ist ein Remake des gleichnamigen Klassikers aus dem Jahr 1981; Regie führte Louis Leterrier. Der Fantasyfilm bedient sich der Titanen der griechischen Mythologie als Vorlage. Der Fischer Syros zieht eines Tages einen Sarg aus dem Meer, in welchem er den Leichnam einer Frau und deren noch lebenden Sohn findet. Der Junge entpuppt sich als der Halbgott Perseus, der bei dem Fischer aufwächst und nach einer Racheaktion des Gottes Hades gerettet und auf die Insel Argos gebracht wird. Dort stellt sich heraus, dass das Monster Calibos, ein gewaltiger Kraken, unter der Stadt Argos lebt. Nur Perseus kann ihn besiegen – mit Hilfe des Kopfes der Medusa. Doch um diesen zu erlangen, muss er zunächst in das Reich der Unterwelt hinabsteigen. 

Getragen wird die Geschichte von Sam Worthington als Perseus und Gemma Arterton als Io, welche Perseus bei seinen Abenteuern zur Seite steht. Auch Liam Neeson als Zeus und Ralph Fiennes als Hades spielen ihre Rollen überzeugend. Der Cast nahm (mit Ausnahme von Gemma Arterton) in der Fortsetzung Zorn der Titanen (2012) seine Rollen erneut auf: Zehn Jahre nachdem Perseus Argos vom Kraken befreien konnte, werden die Mauern des Tartaros schwächer und die Titanen drohen, aus ihrem Gefängnis zu entkommen. Perseus muss nun Zeus retten und gemeinsam mit Königin Andromeda und Agenor erneut in die Unterwelt herabsteigen.

Die Titanen spielen zwar erst im zweiten Film der Reihe eine größere Rolle, doch auch der erste Teil ist ein bildgewaltiges Epos, welches Kritiker und Fans gleichermaßen überzeugte und insgesamt 493 Millionen Dollar einspielen konnte. Die Filme waren so erfolgreich, dass sie eine große Welle an Merchandise und Spielen nach sich zogen. Das offizielle Videospiel zum Film erfreute sich großer Beliebtheit, wurde im Februar 2010 für Xbox 360 und Playstation 3 veröffentlicht und sorgte bei seinem Erscheinen für viel Aufsehen. Auch im Kampf der Titanen Slotgame haben die Götter erneut den Kraken losgelassen. Mit Perseus zusammen muss der Spieler das Seeungeheuer besiegen. Dabei helfen 20 Gewinnlinien. Damit haben die beiden Filme nicht nur die Kritiker überzeugt, sondern konnten auch kulturell ihren Stempel hinterlassen.

Poseidon hilft Theseus in Krieg der Götter dabei, seine Mission zu erfüllen.

Krieg der Götter (2011)

In Krieg der Götter (Originaltitel: Immortals) aus dem Jahr 2011 von Tarsem Singh wird besonders die Sage um den Minotaurus sowie die Geschichte der Titanen behandelt: Noch bevor Menschen auf der Erde wandelten, führten die Götter und die Titanen Krieg. Die besiegten Titanen wurden daraufhin auf ewig in den Berg Tartaros eingesperrt. Doch nun will Hyperion, König von Heraklion, sich an den Göttern für den Tod seiner Familie rächen und mit Hilfe des Epeiros-Bogens die gefangenen Titanen befreien. Die Götter erwählen den sterblichen Theseus, um die Hellenen gegen Hyperion in die Schlacht zu führen.

Als Hyperion in Theseus’ Heimatdorf einfällt, muss dieser mit ansehen, wie der böse König seine Mutter tötet und wird bald als Sklave gehalten. Mit Hilfe des Orakels Phaedra und Poseidons Kräften entkommt Theseus und findet in einem Labyrinth, in welchem er seine Mutter beerdigt, den Epeiros-Bogen. Dieser fällt jedoch in den Besitz von Hyperion und das Gefängnis der Titanen wird geöffnet. Eine gewaltige Schlacht entbrennt, die sowohl für die Zuschauer als auch die Figuren im Film wahrlich titanenhaft ist.

Bei Kritikern kam der Film insgesamt gut an, die meisten Publikationen vergaben Wertungen im Bereich von 3 von 5 Sternen. Mit einem Einspielergebnis von 226,9 Millionen Dollar war Krieg der Götter zudem extrem erfolgreich. 

Fazit

Titanen faszinieren die Menschheit schon seit den Zeiten der alten Griechen. Das moderne Kino hat die Möglichkeit, diese Sagengestalten in unglaublicher Plastizität für die Zuschauer zum Leben zu erwecken und dabei die Faszination der Kinogänger anzuregen. Mit dem aktuellen Erfolg von Serien wie Attack on Titan ist es unwahrscheinlich, dass die Welle der Titanen-Filme in naher Zukunft abflaut. Gut so, denn kaum etwas fasziniert Kinofans so sehr, wie die titelgebenden Gestalten. Mit den hier vorgestellten besten Titanen-Filmen findet man sich in jedem Fall schnell in der Materie ein. (extern)

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