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Corona-„Erlass“: Kinos in Österreich beschränken Sitzplätze

Die Kinobranche reagiert in Österreich auf den „Corona-Erlass“ der Regierung: Heute Vormittag hatten die Regierungsspitzen von Türkis-Grün ja verkündet, dass ab morgen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Menschen per Gesetz verboten sind.

Zahlreiche Kulturveranstaltungen mussten deshalb bereits abgesagt werden, Spielhäuser wie das Konzerthaus und die Staatsoper in der Josefstadt werden bis Ende März ihren Betrieb schließen.

Die Kinos interpretieren den Erlass offenbar so, dass Kinovorführungen mit unter 100 Besuchern erlaubt sind: Lichtspielhäuser wie das Filmmueum, das Gartenbaukino oder das Votivkino in Wien gaben die Info aus, dass man die Ticktezahl je Vorstellung beschränken wolle, und eben jeweils höchstens 99 Karten verkaufen werde.

Die große Kinokette Cineplexx mit ihren fast 30 Häusern österreichweit interpretiert die Vorgabe ähnlich: Man werde den Spielbetrieb wie geplant fortführen, allerdings die Kapazität auf unter 100 beschränken. Außerdem sollen je zwei Sitze zwischen jedem verkauften Platz freibleiben – eine Maßnahme, die bereits in anderen Ländern (u.a. Italien) getroffen wurde. Im Online-Reservierungstool wurde das bereits veranlasst.

Ob und inwiefern sich die neuen gesetzlichen Bestimmungen auf die geplanten Kinostarts auswirken, ist noch unklar. „Peter Hase 2“ etwa wurde bereits auf Herbst verschoben, wie wir heute erfahren haben. Unklar ist außerdem weiterhin, ob die Diagonale, das Filmfestival in Graz, heuer statfinden kann. Derzeit wird mit einer Absage gerechnet. (red.)

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