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Autokino-Revival „dank“ Corona

Die weltweiten Beschränkungen des Soziallebens führen zu kreativen Lösungen: Das Multiplex EVO Entertainment in Texas in den USA verlegte den Betrieb kurzerhand nach draußen, in dem es seinen Parkplatz in ein Autokino verwandelte.

Ein großer Aufwand schien das für den Betreiber nicht gewesen zu sein: Eine große Außenwand des Kinogebäudes wurde offenbar einfach weiß gestrichen, der Ton wird übers Autoradio empfangen. Und natürlich müssen die Zuschauer in ihren Autos bleiben, um die Vorgaben des Social Distancing einzuhalten.

Kino auf der großen Leinwand ist in Zeiten des Coronavirus also doch keine Unmöglichkeit. Bei den Bewohnern in Texas kommt das Angebot erwartungsgemäß gut an: Die Vorstellungen sind gratis und waren seit Beginn der Aktion am vergangenen Freitag stets bis auf den letzten Platz belegt.

Auch das Autokino in Essen in Deutschland erlebt derzeit gerade eine echte Renaissance, nachdem auch dort die normalen Kinos geschlossen sind – dank existierender Anlage mussten hier nichtmal die Wände neu gestrichen werden. Autokinos entstanden in den USA in den 1930ern und erlebten ihre Blüte in den 50er und 60er-Jahren, seitdem gibt es sie nur mehr sehr vereinzelt, die meisten setzen auf den Nostalgie-Faktor.

Wir werden sehen, wie lange es dauert, bis auch das erste Kino in unseren Breiten auf solche oder ähnliche Ideen kommt. Bleibt die Frage offen, was Kinofans ohne eigenes Auto machen – Open Air Kino mit streng limitierten Sitzplätzen und Abstandsbeschränkungen wäre eine Option. (ck)

Bilder: Twitter / EVO Entertainment

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