Seit jeher sind erfolgreiche Filme Inspiration für PC- und Konsolen-Adaptionen und eignen sich hervorragend als gewinnbringende Merch-Artikel, die den Fans die Chance geben, ihren Filmhelden virtuell nachzueifern. In diese Richtung ging es bereits in den 90ern, als Video- und Computerspiele zum neuen Massenmedium wurden. Unter den qualitativen Spitzenreitern der Filmadaptionen findet sich etwa „Blade Runner“ von 1997, eine Art Parallelstory zum berühmten 80er-Film von Ridley Scott mit über 1 Million verkaufter Exemplare.

Ein weiterer Klassiker ist „Dune 2“ – derzeit warten ja viele auf die Filmneuadaption, deren Kinostart kürzlich auf Ende 2021 verschoben wurde. Um die Jahrtausendwende veröffentlichte man mit Dune 2000 eine modernisierte Neuauflage, die sich am Steuerungsprinzip von Command & Conquer orientierte. Darüber hinaus gibt es beinahe zu jedem erfolgreichen Kinofilm die eine oder andere Games-Adaption, wenngleich die Qualität hier oft schwankend ist.

Dass es aber auch in die andere Richtung gehen kann, zeigten gerade zuletzt einige Kinoadaptionen: Da landete bekanntlich die erste Live Action-Pokemon-Verfilmung auf den Leinwänden, gefolgt von „Sonic the Hedgehog“: Wenngleich qualitativ nicht immer ein Treffer, erfreuen diese Adaptionen meist ein junges Publikum oder Nostalgiker, die sich an die animierten Helden ihrer Kindheit und Jugend erinnern möchten. An den Kinokassen konnten gerade die Letztgenannten durchaus reüssieren, auch die eher inhaltsarme Verfilmung des ebenso inhaltslosen Spaß-Spiels „Angry Birds“ (bekam inzwischen bereits einen zweiten Kinofilm!) spielte über 350 Millionen US-Dollar ein.

Weitere bekannte Videospiel-Adaptionen sind etwa die finanziell rentablen „Resident-Evil“-Filme, die „Tomb-Raider“-Filme mit Angelina Jolie oder die Neuauflage mit Alicia Vikander oder „Hitman: Agent 47“. Demnächst steht „Monster Hunter“ auf der großen Leinwand an. Dass Realverfilmungen mit Videospielbezug auch zu echten Blockbustern werden können, bewiesen etwa „Warcraft: The Beginning“ (2016, 434 Mio. Dollar) und der noch recht frische „Rampage – Big meets Bigger“ (2018, 426 Mio Dollar), in dem Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson vor der Kamera stand. Auf Platz 3 der besten Einspielergebnisse von Realfilmen mit Videospielbezug kommt „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“, der 2010 im Kino zu sehen war und mit dem Ubisoft weltweit für 336 Millionen US-Dollar Kinotickets verkaufte.

Natürlich gibt es neben den klassischen Computerspielen auch Gambling-Spiele, die auf Filmen basieren, wie etwa jene zu „Gladiator“, „Ghostbusters“ oder „Jurassic Park“. Auch solche Spiele „Razor Shark“ (Razor Shark gratis testen!), die auf den ersten Blick keinen Bezug zur Filmwelt haben, orientieren sich an bekannten Filmen wie „Der weiße Hai“ oder „Große Haie – Kleine Fische“.

Die Wechselwirkungen zwischen den Medien Videospiel-Film sind also vielfältig und gehen in beide Richtungen: Während durch neue Animationstechnik manche animierte Spielfilme geradezu wie Videospiele aussehen, beeinflussen filmische Erzähltechniken oder Ästhetik wiederum viele neue Videospiele, die einem das Gefühl geben, „in einem Film“ zu sein.

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