Website-Icon Film plus Kritik – Online-Magazin für Film, Kino & TV

Die interessantesten Netflix-Neustarts 2021

Die Kino-Zukunft ist auch im Jahr 2021 ungewiss, Netflix hingegen will für eine erfolgreiche Zukunft vorsorgen: Vor wenigen Tagen gab der Streaming-Gigant bekannt, dieses Jahr jede Woche zumindest einen neuen Film veröffentlichen zu wollen. Insgesamt 71 Filme wurden genannt – diese Zahl dürfte sich im Laufe des Jahres wohl noch steigern. Wir haben die interessantesten Netflix-Neustarts 2021 für euch zusammengefasst.

von Christian Klosz

„Don’t look up“ von Adam McKay

Nach „The Big Short“ und „Vice“ kehrt Adam McKay wieder ins Komödien-Fach zurück, wenngleich sein neuer Film durchaus auch politische Implikationen haben könnte: „Don’t look up“ handelt von zwei Astronauten, die auf einer Medientour die Menschheit vor einem auf die Erde zurasenden Asteroiden warnen sollen. McKay selbst sagte zum Inhalt, dass der Film von einer „globalen Katastrophe“ handeln wird, und einem US-Präsidenten, der sich weigert, auf die Ratschläge der Wissenschaft zu hören – klingt nicht ganz unbekannt. Der Cast ist jedenfalls überragend: Leonardo DiCaprio, Meryl Streep, Timothee Chalamet, Jennifer Lawrence, Cate Blanchett, und Jonah Hill sind an Bord.

Quelle: Twitter

„Blonde“ von Andrew Dominik

Acht Jahre nach „Killing them softly“ der erste Film des Regisseurs, der sich in „Blonde“ einem Porträt des „inneren Lebens“ von Hollywood-Ikone Marilyn Monroe widmet, die von Ana de Armas („Knives Out“) gespielt wird.

„Army of the Dead“ von Zack Snyder

Vermutlich ab Sommer auf Netflix: Ein Zombie/Heist-Movie-Hybrid, der in Las Vegas spielt, wo eine Gruppe Einbrecher einen Casino-Diebstahl während eines Zombie-Ausbruchs durchführen will, während ein Quarantäne-Lockdown herrscht. Klingt also wie eine schräge Mischung aus „Ocean’s 11“ und „Dawn of the Dead“ mit einem Schuss Corona-Wahnsinn. In der Hauptrolle wird übrigens Dave Bautista zu sehen sein.

„The Hand of God“ von Paolo Sorrentino

Spätestens mit „La grande Bellezza“ stieg Sorrentino in die A-Liga der europäischen Autorenfilmer auf, es folgten Serienerfolge wie „The New Pope“ oder das ungewöhnliche Berlusconi-Porträt „Loro“. Bei „The Hand of God“ wird es sich um ein Biopic über den kürzlich verstorbenen Diego Maradona handeln. Sorrentinos Talent für die lustvolle filmische Dar- und Entstellung schlimmster Exzesse sollte die Voraussetzung für eine höchst interessante Seherfahrung sein.

„Red Notice“ von Rawson Marshall Thurber

Mit einem Budget von 200 Millionen Dollar ist „Red Notice“ der teuerste Netflix-Film aller Zeiten, teurer noch als „The Irishman“ (140 Millionen Dollar) und „6 Underground“ (150 Millionen), und ist mit Ryan Reynolds, Gal Gadot und Dwayne Johnson beachtlich besetzt. „Red Notice“ ist ein Action-Comedy-Thriller, der von Rawson Marshall Thurber geschrieben wurde und inszeniert wurde. Es ist die bereits dritte Zusammenarbeit zwischen Johnson und Thurber nach „Central Intelligence“ und „Skyscraper“. Über den Inhalt ist bisher nur bekannt, dass ein Interpol-Agent (Johnson) Jagd auf die meistgesuchte Kunstdiebin der Welt (Gadot) macht. Hilfe bekommt er dabei von einem Trickbetrüger (Reynolds).

„The Woman in the Window“ von Joe Wright

Ein psychologischer Thriller mit Amy Adams in der Hauptrolle, der eigentlich schon 2019 ins Kino hätte kommen sollen. Nach diversen Verschiebungen war dann eine Veröffentlichung 2020 angedacht – der Corona einen Strich durch die Rechnung machte. Nun wurde der Film von Joe Wright von Netflix aufgekauft. Neben Adams sind hier auch weitere Kaliber wie Gary Oldman, Julianne Moore und Jennifer Jason Leig zu sehen.

„Die Ausgrabung“ von Simon Stone

Ab 29.1. Drama über eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen aller Zeiten: Ende der 1930-er stößt der Archäologe Basil Brown in Sutton Hoo auf ein angelsächsisches Schiffsgrab aus dem 7. Jahrhundert. Der Film wurde nahe der Originalschauplätze gedreht und ist mit Ralph Fiennes (Brown) und Carey Mulligan erstklassig besetzt.

(c) Netflix

„Malcom & Marie“ von Sam Levinson

Ab 5.2. Eine Beziehungsstudie von Sam Levinson mit John David Washington und Zendaya, die sich Oscar-Chancen ausrechnet. Erste Reaktionen waren durchaus positiv, wenngleich der Film für den „Altersunterschied“ der beiden Protagonisten (Zendaya – 24, Washington – 36) kritisiert wurde. Das mag aber auch daran liegen, dass sich viele das ehemalige Disney-Küken Zendaya schwer in einer ernsthaften, „erwachsenen“ Rolle vorstellen können. In einer Woche wissen wir mehr.

„Escape from Spiderhead“ von Joseph Kosinski

„Deadpool“-Autor Rhett Reese und „Top Gun: Maverick“-Regisseur Joseph Kosinski sind verantwortlich für diese schräge Sci-Fi-Adaption, in der Gefangene ihre Haftzeit verkürzen können, indem sie sich für dubiose medizinische Studien melden. Neben Chris Hemsworth wird hier „Whiplash“-Star Miles Teller zu sehen sein.

„O2“ von Alexandre Aja

„Crawl“ war zwar eine veritable Enttäuschung, aber auf die unterhaltsamen Filme des französischen Horror-Handwerkes Aja kann man sich meist trotzdem freuen: „O2“ soll ein Sci-Fi-Thriller sein, bei dem eine Frau in einer „Kryokammer“ (eine heruntergekühlte Zeitkapsel) aufwacht, ohne zu wissen, wie sie dort gelandet war. Und ohne einen Ausweg zu haben.

„Beauty“ von Andrew Dosunmu

Der vierte Film von „Wo ist Kyra?“-Regisseur Dosunmu, der diese Tage in Sundance seine Premiere feiern wird und im Laufe des Jahres auf Netflix landen soll. Das romantische Drama handelt vom einer jungen Sängerin namens Beauty und ihrer lesbischen Freundin Jasmine, die sich in sie verliebt. Die junge Romanze wird jedoch von den Familien und der eigenen, religiösen Erziehung bedroht. In einer Nebenrolle: Sharon Stone.

„Penguin Bloom“ von Glendyn Ivin

Die Buch-Adaption feierte beim TIFF letztes Jahr seine Premiere und wurde von Netflix gekauft. Das Drama mit Naomi Watts in der Hauptrolle handelt von der Krankenschwester Sam Bloom, die sich sich während ihres Urlaubes schwer verletzt, als sie von einem Balkon stürzt. Von da an ist sie von der Hüfte abwärts gelähmt, was ihre gesamte Familie auf eine harte Belastungsprobe stellt. Nach ihrer Reha fällt Sam in eine tiefe Depression, doch dann bringt eines Tages einer ihrer Söhne einen verletzten Flötenvogel mit nach Hause. Sie nennen ihn wegen seines schwarz-weißen Gefieders Penguin. Fortan lässt der Vogel, der dringend ihre Hilfe braucht, Sam ihren eigenen Schmerz vergessen und gibt ihr neuen Lebensmut.

Die mobile Version verlassen