Strategiespiele ziehen die Menschen bereits seit jeher in den Bann. Auch wer nicht selbst spielt, taucht in Film und Fernsehen in die Spannung der verschiedenen Spiele ein und fiebert vor der Leinwand mit – sogar, wenn man die Regeln des Spiels nicht kennt. Das spielt dann nämlich keine Rolle. Die Filmemacher schaffen es, die Action verschiedener Games auf die Leinwand zu bringen, so dass jeder in den Bann gezogen wird. Ganz besonders zeigt das aktuell die Netflix-Hit-Serie „Das Damengambit“, in der das einmalige Strategiespiel Schach ins Rampenlicht rückt. Doch auch Spielfilme haben es bereits geschafft, mitreißende Spielszenen auf die Leinwand zu bringen, in denen die Zuschauer selbst das Nervenflattern der Spieler im Film zu spüren bekommen. Besonders zeigte sich das in James Bonds „Casino Royale“ und in „21“, die Poker und Blackjack auf einmalige Weise zur Schau stellen.

Das Damengambit

Die Netflix-Serie „Das Damengambit“ läuft aktuell auf dem Streamingdienst und schaffte es im Dezember 2020 sogar in die Top 10 der Netflix Charts. Die Miniserie basiert auf dem gleichnamigen Roman, der vom Werdegang einer jungen Schachspielerin erzählt, die sich in der hartumkämpften und Männer-dominierten Schach-Welt ihren Weg an die Spitze bahnt. In der Hauptrolle spielt Anya Taylor-Joy das Schachgenie Beth Harmon, die sich jeglichen Klischees und Vorurteilen stellt und es als Frau mit den besten Schachspielern der Welt aufnimmt.

Egal, ob man selbst hobbymäßig Schach spielt, Profi ist oder keine Ahnung vom Strategiespiel mit den schwarzen und weißen Feldern hat: Die Miniserie schafft es auf einmalige Weise, dem Schachspiel herausragende Action zu verleihen. Während die Spieler in der Serie und allem voran die Protagonistin am Spielbrett sitzen, wird die elektrisierende Spannung über den Fernseher in unsere Wohnzimmer gebracht. Viele verstehen zwar gar nicht, wie sie ihre Spielzüge wählt, doch das ist in der Drama-Miniserie absolut zweitrangig.

Casino Royale

Dass James-Bond-Filme jedes Mal wieder für herausragende Action auf der Leinwand sorgen, ist wohl allgemein bekannt. Auch für seine Casino-Szenen, in denen 007 an verschiedenen Spieltischen zu sehen ist, kennt man den Geheimagenten bereits. Mit „Casino Royale“ aus dem Jahr 2006 wurde die Spielspannung allerdings auf die Spitze getrieben. In mehreren Szenen ist Daniel Craig hier am Pokertisch zu sehen, wo er sich zum Schluss ein schweißtreibend spannendes Duell gegen seinen Erzfeind Le Chiffre liefert. Gespielt wird die weltweit beliebteste Pokervariante No Limit Texas Hold’em Poker, bei dem die Filmemacher darauf vertrauten, dass Zuschauer den Spielverlauf verstehen und zwischen Check, Fold, Raise und All-in unterscheiden können würden. Dies sollte bei der verbreiteten Pokervariante Texas Hold’em wohl eher der Fall sein als bei unbekannteren Spieltypen wie etwa Lowball, das im Film „California Split“ aus den 70ern gespielt wird.

Doch selbst wer die Regeln von Texas Hold’em Poker nicht kennt, konnte die Spannung, die sich am Pokertisch zwischen Bond und Le Chiffre ereignet, zu spüren bekommen. Die Filmemacher schafften es hier wieder, ein Spiel mit komplexen Regeln, das viel Geschick und Strategie bedarf, für alle Zuschauer auf spannende und mitreißende Weise auf die Leinwand zu bringen.

21

Genauso aufregend ist der Film „21“ mit Kevin Spacey und Jim Sturgess aus 2008, in dem das Kartenspiel Blackjack ins Rampenlicht gerückt wird. Dass der Film auf wahren Begebenheiten des Teams der MIT University basiert, lässt einen gleich noch mehr mitfiebern. „21“ handelt davon, wie ein Team hochgradig intelligenter Studenten vom MIT regelmäßig nach Las Vegas reist, um durch Teamarbeit und die Perfektionierung des Kartenzählens die Bank zu schlagen und beim Blackjack abzuräumen.

Die rasant schnellen mathematischen Berechnungen sorgen für Staunen und Spannung – der ein oder andere versucht vielleicht sogar, mitzuzählen. Zwar wird im Film erklärt, wie der Trick des Kartenzählens funktioniert, doch auch für all jene, die nicht den absoluten Blackjack-Durchblick haben oder nicht verstehen, was genau das Team da alles macht, ist die Action des Spiels in jeder Minute spürbar.

Fazit: Filme und Serien schaffen es immer wieder, scheinbar gewöhnlichen Strategiespiele jede Menge Spannung abzuringen, so dass selbst Zuschauer, die das Spiel nicht unbedingt selbst beherrschen, in den Bann gezogen werden.