Zeichentrickserien müssen es mit der Realität nicht so genau nehmen. Daher eignen sie sich perfekt, um eine bunte und fröhliche Fantasiewelt darzustellen. Sie liefern aber auch das perfekte Format für rabenschwarzen Humor. Einige der beliebtesten Zeichentrickserien machen sich über Themen lustig, die ansonsten grenzwertig oder tabu sind. Das funktioniert, weil auf den ersten Blick deutlich wird, dass im Comicuniversum andere Regeln gelten als in der echten Welt. Eine überdrehte Mimik, verzerrte Proportionen und alberne Stimmen schaffen die notwendige Distanz zur Wirklichkeit. Für empfindsame Zeitgenossen ist der eine oder andere Gag bei Serien wie „Archer“ oder „South Park“ trotzdem schwer zu schlucken. Aber die phänomenale Beliebtheit dieser Serien zeigt ein tiefes Bedürfnis, über das Schlechte und Absurde im Leben zu lachen.

Im Folgenden werden einige der berühmtesten – und krassesten – Zeichentrickserien mit schwarzem Humor vorgestellt. Nicht alle von ihnen haben es in das Mainstream-Fernsehen geschafft. Dafür haben sie ausnahmslos eine eingefleischte Fangemeinde, die bei jedem noch so geschmacklosen Gag in Gelächter ausbricht. Ihren kontroversen Ruf haben diese Serien sich redlich verdient.

Rick and Morty

Schwärzer als der Humor von Rick and Morty geht es wohl nicht. Das Markenzeichen der Serie sind blanker Nihilismus und extreme Gewalt. Kaum eine Folge vergeht, ohne dass ein unschuldiges Wesen – ob Mensch oder Alien – einen blutigen und sinnlosen Tod stirbt. Unter anderem töten die titelgebenden Helden ihre Alter-Egos und Familienmitglieder aus alternativen Dimensionen. Die übergreifenden Themen der Serie sind Zynismus und die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins. „Rick and Morty“ hinterlässt beim Zuschauer ein unangenehmes Gefühl, sorgt aber immer wieder auch für schaurig-witzige Momente.

Obwohl die Serie sich erst in der vierten Staffel befindet, hat sie schon mehrere Comicbände, Brettspiele und sogar einen Videoslot inspiriert. Übrigens sind auch andere Serien Liste schon als Slots umgesetzt worden: „South Park“ und „American Dad“ haben als Vorlage für erfolgreiche Casinospiele gedient. Für Fans der Serien sind diese Spiele ein echtes Muss. Sie sind zwar nicht leicht zu finden. Für Casino-Newcomer gibt es aber einen guten Tipp, um die Suche nach solchen Cartoon-Slots zu erleichtern. Eine besonders umfangreiche Spielauswahl findet man in neuen Casinos und so sollte auch der ein oder andere genannte Titel leicht zu finden sein.

South Park

Mit bislang 23 Staffeln ist „South Park“ die älteste Serie auf dieser Liste und eine echte Institution. Für die Macher Trey Parker und Matt Stone ist kein Thema tabu. „South Park“ liefert einen bissigen Kommentar zu aktuellen Ereignissen und lässt dabei niemanden ungeschoren davonkommen. Ob Al Gore oder Bono, Kanye West oder Mark Zuckerberg: Unzählige Prominente sind der scharfen Feder der Autoren schon zum Opfer gefallen und wurden auf äußerst unvorteilhafte Weise dargestellt. Politische Korrektheit ist South Park fremd. Trotzdem hat es die Serie geschafft, sich im Fernsehen bis heute zu halten. Bis mindestens 2022 soll South Park laufen – weitere Staffeln sind nicht ausgeschlossen.

Und natürlich hat South Park auch ein riesiges Franchise hervorgebracht: Ein Kinofilm erschien bereits 1999 und wurde prompt ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen – wegen der meisten Schimpfwörter in einem animierten Film. Einige der beliebtesten Songs aus der Serie wurden auf CD veröffentlicht. Und seit 1998 sind nicht weniger als zehn Videospiele veröffentlicht worden, darunter auch der obengenannte Slot.

Bojack Horseman

Die Netflix-Produktion „Bojack Horseman“ hat innerhalb kürzester Zeit Kultstatus erreicht. Der Antiheld der Serie ist ein abgehalfterter Hollywood-Star, der versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen. Ach ja, und natürlich ist er, wie der Name schon verrät, ein Pferd. Überhaupt sind die meisten Charaktere anthropomorphe Tiermenschen: Hunde und Katzen, Eulen und Rehe, Lemuren und sogar ein Axolotol bevölkern die verrückte Filmwelt. Selten wurden Themen wie Sucht, Depression und die dunklen Seiten des Showgeschäfts so beißend witzig abgehandelt wie in dieser Serie. Und dank einer echten Star-Besetzung werden die Dialoge bei Bojack Horseman zu einem Genuss. Der Held mit dem langen Gesicht wird im Original von Will Arnett gesprochen, der aus der Serie „Arrested Development“ bekannt ist. Amy Sedaris, die aus zahlreichen Komödien bekannt ist, leiht Bojacks Agentin Princess Carolyn ihre Stimme. Und „Breaking-Bad“-Star Aaron Paul spricht Todd Chavez, der sich als Mitbewohner in der Villa des Helden eingenistet hat.

Leider endete Bojack Horseman schon nach der sechsten Staffel. Die Fans sind darüber natürlich traurig. Allerdings wurde dadurch vermutlich auch vermieden, dass die Qualität der Serie mit der Zeit nachlässt. Die Kritiken für die letzte Staffel fielen jedenfalls begeistert aus.

American Dad

Seit 2005 läuft im US-Fernsehen die Serie „American Dad“, deren Schöpfer Seth MacFarlane auch für Family Guy verantwortlich ist. „American Dad“ nimmt überzogenen amerikanischen Patriotismus und veraltete Rollenbilder aufs Korn und kennt dabei kein Pardon. Stan Smith, ein stramm konservativer CIA-Agent mit einem IQ im mittleren zweistelligen Bereich, schlägt sich mit seiner linksliberalen Tochter herum, hält seine Frau am Herd und versucht, aus seinem Sohn einen echten Mann zu machen. Außerdem versteckt er in seinem Haus einen Außerirdischen, den er einst aus der Area 51 rettete. Das sorgt für jede Menge verrückte Situationen, bei denen Stan zielsicher von einem Fiasko zum nächsten schlittert.

Archer

Was wäre, wenn James Bond ein inkompetenter, narzisstischer Alkoholiker wäre, der mit einem Haufen neurotischer Tollpatsche zusammenarbeitet? Diese Frage beantwortet die Serie „Archer“, die mittlerweile in ihre zwölfte Saison geht. Wenn die Hauptcharaktere nicht gerade ihren ausgefallenen sexuellen Wünschen nachgehen, bekämpfen sie die Sowjetunion, schmuggeln Drogen oder betreiben eine Privatdetektei. Dabei stellen sie sich zuverlässig dumm an und geraten so von einer verzwickten Situation in die nächste. Für viele Lacher sorgt der psychische Ballast, den die Helden der Serie mit sich bringen.

Im Zentrum der Handlung stehen unter anderem das schwierige Verhältnis von Archer zu seiner kalten Mutter und zu seiner Exfreundin Lana, die gleichzeitig seine Kollegin ist. Ein skrupelloser Wissenschaftler, eine psychotische Sekretärin, eine HR-Managerin mit gestörtem Selbstwertgefühl und ein biederer Buchhalter sorgen ebenfalls für viel humoristischen Zündstoff. Durchdachte saisonübergreifende Handlungsbögen machen Archer aktuell zu einer der innovativsten Comedy-Serien im Animationsgenre. Das wurde bislang unter anderem mit drei Primetime Emmys und vier Critics Choice Awards gewürdigt. (Text: extern)