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Vor der Kinoöffnung in Österreich am 19.5.: Überblick über die Lage

Am Mittwoch, den 19.5. ist es endlich soweit: Neben der Gastronomie dürfen in Österreich auch Kulturbetriebe wie Theater und Kinos wieder ihre Pforten öffnen. Vorerst nur mit Maske und Negativ-Test (oder Impfung), aber immerhin. Die Lage hebt sich damit von den Nachbarländern Schweiz und Deutschland ab: In der Schweiz dürfen Kinos seit knapp einem Monat offen halten, Zutritt auch ohne Corona-Test, in Deutschland gibt es derzeit nur regionale Öffnungen (etwa in Bayern) unter unterschiedlichen Bedingungen, allerdings keine bundesweite Regelung.

Natürlich werden auch in Österreich nicht alle Lichtspielhäuser mit 19.5. ihre Pforten öffnen. Gerade die großen Multiplexe werden vorerst geschlossen bleiben, da sie auf Blockbuster angewiesen sind und auf den deutschen Markt, der diese zur Verfügung stellt – und die gibt es eben nicht. Die Lage kann sich im Laufe des Sommers bis zum Herbst ändern, vorerst heißt es hier trotzdem: Bitte warten!

Ganz anders sieht die Lage in den Programmkinos aus: Sie sind in ihrer Programmgestaltung seit jeher unabhängiger, da kleinere Arthouse-Filme oft auch von unabhängigen Verleihen vertrieben werden bzw. Retrospektiven mit älteren Werken und Klassikern immer möglich sind – gerade für das bekanntlich äußerst filmaffine Wiener Publikum. Das kann sich insofern schon ab Mittwoch auf ein recht breites Programm freuen: Während Gartenbaukino und die Breitenseer Lichtspiele renovieren (zweiteres kann man allerdings für private Screenings buchen), öffnen alle anderen Independent-Kinos. Das Votivkino etwa zeigt zu Beginn „Der Rausch“, „Neues aus der Welt“ und „Mank“, das Filmcasino startet u.a. mit dem Klassiker „In the mood for love“, bevor ab 28.5. „Nomadland“ zu sehen ist, das Stadtkino bringt zur Eröffnung eine Wiederaufführung von Fellinis „8 1/2“ und im kleinen Admiral-Kino ist etwa „Ema“ zu sehen. Dazu kommen diverse Open Air-Kino-Formate, wie zum Beispiel das Filmarchiv Austria eines organisiert.

Für Filmfreund/innen gibt es also allen Grund zum Jubeln, nach 7 Monaten Warten hat die kinolose Tristesse ein Ende – wenngleich die Freude vorerst gebremst sein muss, da die weitere Zukunft der Branche in den Sternen steht. (ck, red)

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