Wenn ein Film zehn Jahr nach seinem Erscheinen noch eine riesige Fangemeinde hat, ist das eigentlich ein gutes Zeichen. Schließlich geraten viele Streifen schon nach ein paar Monaten wieder in Vergessenheit. Aber es gibt auch Ausnahmen: Filme, die bekannt werden, gerade weil sie so schlecht sind. Oder Filme, die zwar irgendwie alle lieben, die aber bei näherem Hinsehen nicht besonders gut sind. Diese 8 „Kultfilme“ werden ihrem guten Ruf nicht gerecht.

Dune

Die Kritiker verrissen diesen Science-Fiction-Film von David Lynch von Anfang an und auch an der Kinokasse war er 1984 kein großer Erfolg. Seither hat Dune aber eine so große Anhängerschaft gefunden, dass all das in Vergessenheit geraten ist. Fans schwärmen über die bizarre Atmosphäre, die der Großmeister des Seltsamen dem Wüstenplaneten verliehen hat. Lynch selbst hingegen hat sich mittlerweile von dem Film distanziert und sagte, er habe sich dazu verleiten lassen. Wie dem auch sei, die Legende lebt. Für 2021 ist eine neue Adaption von Denis Villeneuve angekündigt. Ob sie wohl endlich dem Potential der Geschichte gerecht wird?

Space Jam

Space Jam spielte 1996 an den Kinokassen 250 Millionen Dollar ein und ist damit der erfolgreichste Basketball-Film aller Zeiten. Dabei basiert er im Grunde genommen auf einer Werbung für Nike-Sneaker, was sich in jeder Szene deutlich bemerkbar macht. Michael Jordan spielte in diesem Film vermutlich vor allem deshalb mit, um sein ramponiertes Image nach einem Glücksspiel-Skandal aufzupolieren. Er hatte Gerüchten zufolge beim Würfelspiel im Casino mehrere Millionen verloren. Heutzutage wäre ein solcher Skandal eher unwahrscheinlich. Denn diese Art von ungesundem Verhalten ist in einem Echtgeld Online Casino eher unwahrscheinlich. Dort filtern Algorithmen problematische Spieler schon längst heraus, bevor sie solche Summen setzen können. Wenn Jordan seine Liebe für das Glücksspiel etwas später entdeckt hätte, wäre der Welt Space Jam vielleicht erspart geblieben. Seit kurzem gibt es übrigens die Fortsetzung des Kultfilms im Kino zu sehen: Auch hier versprechen die ersten Kritiken nicht gerade ein Meisterwerk.

The Fast and the Furious

Bis zum heutigen Tag hat „The Fast and the Furious“ nicht weniger als neun Kino-Sequels und ein Spin-off inspiriert, von zahlreichen Videospielen, einer Animationsserie und einer Live-Show ganz abgesehen. Dabei ist der erste Teil von 2001 eigentlich nicht mehr als ein durchschnittlicher Actionfilm, der außer ein paar Renn-Szenen nicht viel zu bieten hat. Weder die Handlung, noch die Schauspieler, noch die Action ragen merklich über den Durchschnitt des Genres hinaus. Irgendwie traf der Streifen dennoch den Nerv der Zeit, aber mit jeder weiteren Fortsetzung wird rätselhafter, worauf der Reiz dieser Serie eigentlich beruht. Aktuell sind gleich mehrere Spin-offs in Arbeit. Der Kultstatus des Films wird damit immer fester zementiert. Dass aber vielleicht doch lieber Ruhe sein sollte, belegt der letzte Streifen der Reihe, der seit letzter Woche im Kino zu sehen ist: Die Kritiken sind vernichtend.

Road House

Patrick Swayze war der Star von gleich zwei Kultfilmen. Der erste, „Dirty Dancing“, ist ein Liebesdrama, das auch 30 Jahre später noch eine gute Figur macht. Der zweite ist „Road House“, ein Action-Film der schon bei seiner Veröffentlichung 1989 auf wackligen Füßen stand. Zu den Mängeln des Films gehören ein klischeehaftes Skript, platte Action und eine mäßige schauspielerische Leistung des Protagonisten. Trotzdem hat der Film auch viele Fans – darunter Bill Murray, der unter anderem die komplexe Handlung lobt. Selbst der legendäre Filmkritiker Roger Ebert gab dem Film zweieinhalb von vier Sternen. Auf der anderen Seite stehen fünf Nominierungen für die Goldene Himbeere.

The Boondock Saints

Dieser Action-Thriller aus dem Jahr 1999 folgt zwei Brüdern, die in Boston blutige Selbstjustiz gegen Kriminelle üben. An der Kinokasse spielte The Boondock Saints bei einem Budget von 6 Millionen Dollar nur 30.000 Dollar ein. Echten Kultstatus erreichte er nach der Veröffentlichung auf DVD, als er sich millionenfach verkaufte. Das liegt vermutlich eher an der für damalige Verhältnisse extremen Gewaltdarstellung. Regisseur Troy Duffy war ganz offensichtlich stark von Quentin Tarantino inspiriert, konnte sich von seinem Vorbild aber nicht viel außer den großzügigen Verbrauch von Kunstblut abschauen.

Anaconda

Negative Kritiken konnten diesem Horrorfilm 1997 nichts anhaben. Der Film mit Jennifer Lopez, Ice Cube und einer Riesenschlange war nicht nur an der Kinokasse erfolgreich, sondern verkaufte sich auf DVD bestens und gilt bis heute als Kult-Klassiker. Umstritten ist indessen, ob er nun so schlecht ist, dass er wieder gut ist – oder einfach nur schlecht. Er war gleichzeitig für die beste Himbeere und für mehrere Positiv-Preise für Horrorfilme nominiert. Die meisten Kritiker schrieben den Film ab, andere priesen ihn als ironisch.

Bild aus „Dune“

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