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Erreicht der Wettbewerb zwischen den Streaming-Diensten bald seinen Höhepunkt?

Streaming-Dienste sind in aller Munde. Gerade die besondere Situation der letzten Monate hat den Umschwung auf digitale Plattformen immens beschleunigt. Immer mehr Zuschauer setzen mittlerweile auf die rund um die Uhr verfügbaren online Dienste, die Serien, Filme und Dokumentationen zu den unterschiedlichsten Themen im Repertoire haben. Reguläre Fernsehsender müssen hier Acht geben, um nicht den Anschluss an die Digitalisierung zu verlieren.

Den nicht mehr ganz so neuen digitalen Trend haben auch die Hollywood-Konzerne registriert und so hat zum Beispiel Disney dem etablierten Streaming-Dienst Netflix den Kampf angesagt. Welche Entwicklungen finden aktuell im Bereich der Streaming-Dienste statt und welche Plattformen bieten sich an, um etwa die besten Filme in 2021 zu schauen?

Schwache Chancen für neue Anwärter

Mit dem Auftauchen neuer Streaming-Dienste, die zum Teil direkt aus dem Mekka des Films kommen, hat sich der Kampf um die Sehzeit weiter verschärft. Disney ist einer der Großen Hollywoods, der Netflix einiges an Paroli bieten kann. Neue Dienste kommen nicht umhin, die Präsenz von Netflix zu akzeptieren. Sie müssen den Zuschauern zusätzlichen Wert bieten, denn die meisten Kunden kündigen nur schwer ein bestehendes Abo. Die eindeutigen Verlierer sind bei diesem Trend die regulären Fernsehsender. Denn vor allem in Deutschland tun sich die Sender schwer, auf diese Veränderungen zu reagieren. Mit speziellen lokalen Programmen wie Nachrichten, Infotheken und lokalen Produktionen könnten sich nationale Sender wie RTL behaupten, denn diese nicht so lukrativen Sparten können die internationalen Giganten nicht verwerten.

Disney Plus konnte seit seinem Launch einiges an Sehzeit von den Fernsehsendern und auch vom direkten Konkurrenten Netflix stehlen. Die Abonnentenzahl ist davon jedoch noch nicht betroffen. Was bedeutet, dass Kunden eher zum Abschluss eines zweiten Abos tendieren, das einen Mehrwert bietet, als das bestehende zu kündigen. Davon profitiert eindeutig der Gigant Netflix.

Netflix, der Platzhirsch unter den Streaming-Diensten

Vom unscheinbaren Start-up zum Weltkonzern: Netflix hat eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Der Konzern verbucht aktuell über 200 Millionen Abonnenten weltweit, was ein neuer Rekord ist. Der Streaming-Dienst ist aus der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Er dominiert bei den wichtigsten KPIs des Bereichs und kann 74 % der neuen Abonnenten halten, während andere Anbieter wie Disney Plus mit 66 % hinterherhinken und Apple TV Plus mit nur 34 % weit abgeschlagen ist.

Netflix steht nicht still. Der Blick des roten Riesen richtet sich auf die Gaming Branche. So ist es denkbar, dass in nächster Zukunft Videospiele zu erfolgreichen Netflix-Serien gelauncht werden. Turniere mit Preisgeldern sind denkbar, ähnlich wie es die online Casinos auf Plattformen wie https://en.ggpoker.eu anbieten. Mit dem Vorstoß in die Gaming-Industrie will sich Netflix der direkten Konkurrenz anderer Streaming-Dienste entziehen und neue Märkte erschließen.

Fusion für mehr Power

Auf dem internationalen Streaming-Markt bewegt sich einiges. Unterschiedliche Strategien werden implementiert, um an der Vorherrschaft von Netflix zu rütteln. In der Fusion starker Marken sehen einige Konzerne die Möglichkeit, beim Online-Streaming die Zuschauer zu überzeugen.

Der bekannte Telekommunikations-Konzern AT&T mit Warner Media fusionierte vor Kurzem mit Discovery. In Frankreich wollen sich die größten Sender M6 und TF1 zusammenschließen. Spekuliert wird außerdem über die Absicht von Amazon, das alteingesessene Hollywood-Studio MGM (Metro-Goldwyn-Mayer) zu kaufen.

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Geschlossene Verwertungsketten

Mit eigenen Produktionen sollen Zuschauer gehalten und neue gewonnen werden. Netflix macht es vor mit den Original Serien. Alles kommt hier aus einer Hand. Die Produktion der Filme und Serien, die Vermarktung und die eigentliche Ausstrahlung der Inhalte ‒ eine geschlossene Verwertungskette, bei der kaum externe Unternehmen eingreifen können.

Nicht ohne Grund möchte Amazon die MGM-Studios kaufen, denn diese besitzen die nötige Infrastruktur und das Know-how, um eigene Produktionen in Gang zu bekommen. Desweiteren besitzen Sie die Rechte an der erfolgreichen James Bond-Reihe und an Serien wie Fargo.

Fazit

Der Streaming-Markt ist kontinuierlich in Bewegung und wird sich mit jeder Fusion oder Kollaboration neu strukturieren. Rechte werden neu vergeben und die Auswahl der einzelnen Anbieter wird variieren. Trotz alledem wird es für neue Konkurrenten schwer, sich gegen die etablierten Konzerne durchzusetzen.

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