„Thunderbolt and Lightfoot“ („Den letzten beißen die Hunde“) ist der erste Film des leider etwas in Vergessenheit geratenen und letztes Jahr verstorbenen „Heaven´s Gate“ – Regisseurs Michael Cimino. Er lässt sich zu der „New-Hollywood“-Generation zählen, jener Gruppe amerikanischer Filmemacher, die Anfang der 70-er-Jahre, nach Zusammenbruch des klassischen Hollywood-Studiosystems, die Art des Filmemachens revolutionierte.

Cimino präsentierte mit „Thunderbolt and Lightfoot“ seinen Erstling, bevor er mit „Deer Hunter“ (1978) ein vielbeachtetes (und –prämiertes) Meisterwerk lieferte, und das „Heaven´s Gate“-Desaster (1980) des Ende der „New-Hollywood“-Periode besiegelte.

Sein Werk besteht aus (zu) wenigen Filmen, dennoch beweist er schon mit seinem Erstwerk, dass er seine eigene Art, Filme zu machen, entwickelt hat. Er handelt von „Thunderbolt“ (Clint Eastwood) und „Lightfoot“ (Jeff Bridges), zwei Herumtreibern und Kleinganoven auf der Suche nach dem großen Geld. Ein perfide ausgeheckter Einbruchs-Plan scheitert – und das glücklich scheinende Ende wird doch noch tragisch.

Der Film ist in erster Linie eine Meditation zum Thema Freundschaft. Bemerkenswert auch die wunderschönen Landschaftsaufnahmen und aus späteren Cimino – Streifen bekannte Sujets (etwa in der Weite des Horizonts verschwindende Autos). Ciminos Zugang zum Filmemachen wurde einmal als „terror of beauty“ bezeichnet: Seine Filme zeichnen sich vor Allem durch einen originären, kraftvollen visuellen Stil aus, der einem ob seiner penetranten Schönheit geradezu Schmerzen bereitet.

Dem Zitat von Michael Bliss: „Cimino occupies an important position in today´s cinema…a man whose cinematic obsession ist o extract, represent, and investigate those essential elements in American psyche..“ aus dem Jahr 1985 ist ebsenso zuzustimmen. Der einzigartiger Stil, die Erzählweise, machen eine Genre-Bestimmung des Films schwer: „Thunderbolt and Lightfoot“ enthält neben Western-Elementen auch solche der Komödie, des Buddy-movies, des Dramas, und eines Actionfilms.

Fazit: „Tunderbolt & Lightfoot“ ist das bemerkenswerte Debüt eines der großen amerikanischen Regisseure, Michael Cimino, dessen Karriere leider viel zu schnell zu Ende war.

Empfehlungen: „The Deer Hunter“ (1978); „Year of the Dragon“ (1985)

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