Die „matinee“ am Sonntag, dem 21. März 2021 in ORF 2, blickt nach Italien: Das Porträt „Luchino Visconti – vom Film besessen“ (9.50 Uhr) erinnert anlässlich des 45. Todestags an den Filmexzentriker, der sich in seinen Filmen mit unverkennbarer Ästhetik verewigt hat.

Es war ein Leben zwischen Gewalt und Leidenschaft – das des Luchino Visconti, eines der bedeutendsten Regisseure des europäischen Kinos. Mit Filmen wie „Rocco und seine Brüder“, „Der Leopard“ oder „Tod in Venedig“ schrieb er Filmgeschichte. Seine Operninszenierungen, wie „La Traviata“ mit Maria Callas, gelten als legendär.

Viscontis adelige Herkunft stand oft im Widerspruch zu seinen politischen Ansichten – er sympathisierte schon früh mit den Kommunisten und wurde 1944 wegen Widerstandstätigkeit gegen den Faschismus verhaftet. Nach dem Krieg trat er öffentlich für die KPI ein. Die komplizierte Beziehung zu seiner Mutter, seine offen gelebte Homosexualität und sein Hang zur Exzentrik in allen Lebensbereichen waren maßgebliche Elemente seines widersprüchlichen Lebens. Auch Viscontis Beziehung zum österreichischen Schauspieler Helmut Berger beherrschte zeitweilig die Schlagzeilen. In einem feinfühligen Film erzählt Regisseurin Elisabeth Kapnist die paradoxe Geschichte des Schöpfers unvergessener Filme von extremer Schönheit und Grausamkeit. (ots-APA, red)

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