4. „Midnight Express“, Alan Parker, 1978

Ein ebenso brutaler wie dichter Folter-Film vom großen Unterschätzten des US-Mainstream-Kinos, Alan Parker, der sich mit staatlicher Macht und deren Missbrauch auseinandersetzt. Ein Film, der einem, wie man so schön sagt, lange „im Magen liegen bleibt“, und der die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber mächtigen staatlichen Institutionen mit Verve darstellt und politische Oppression mit Vehemenz kritisiert. Das Drehbuch kommt von Oliver Stone, der in Hollywood zuerst als Autor sein politisches Gewissen schärfte, der geniale Soundtrack vom Großmeister Giorgio Moroder.

midnight-express-by-billy-hayes.jpg

5. „Coma“, Michael Crichton, 1978

Ein packender Thriller mit Michael Douglas und Genevieve Bujold in den Hauptrollen, der eine Verschwörung innerhalb eines korrupten Medizinsystem aufdeckt: „Zufällig“ fallen haufenweise Patienten ins Koma, um nicht mehr aufzuwachen, während im Hintergrund perfider Handel mit den Organen der „Schlafenden“ getrieben wird. Eine junge Ärztin kommt dem dunklen Treiben auf die Schliche, und muss fortan um ihr Leben fürchten. Crichton, der Autor von „Jurassic Park“, hier auch als Regisseur im Einsatz, liefert einen gelungenen Paranoia-Film mit großartig inszenierten Sequenzen, der auch ethische Fragen nach der Moral und Macht in der Medizin aufwirft.

Coma-1978-film-images-8576f811-99aa-44f1-bcc3-7c797a61dcb

6. „Murder on the Orient Express“, Sidney Lumet, 1974

Ein Klassiker des Kino-Krimis, dem, wie so vielen, dieses Jahr ein Remake geschenkt wird. Lumet bastelt aus dem Christie-Roman ein unterhaltsames Kammerspiel mit Ensemble-Cast (Ingrid Bergman, Sean Sonnery, Albert Finney, uvm.) mit ironischen Untertönen, das den Zuseher ebenso aufs Glatteis führt wie Hercule Poirot (Finney) seine Verdächtigen.

mord-im-orient-express-1974-film

 

 

Advertisements