Die Monate Juli und August sind die Zeit der großen Sommerblockbuster: Ja nicht zu anspruchsvoll, unterhaltsam, auch bei großer Hitze leicht verdaulich, und am besten schnell wieder vergessen – so soll der perfekte Sommerfilm sein. „Meg“ von Jon Turteltaub erfüllt diese Erwartungen nahezu vollständig.

von Christian Klosz

Ein großer Fisch, der Jagd auf Menschen macht, und die Zuschauer in Angst und Schrecken versetzen möchte – war da nicht was? Ach ja, ein gewisser Stephen Spielberg schuf vor einigen Jahren mit „Der weiße Hai“ den Prototyp des Sommer-Blockbusters, Joe Dante und Alexandre Aja mit seinem Re-Make schickten mit ihren „Piranha“-Filmen ebenso gefährliche Fischchen über die Leinwand. „MEG“ (von „Megalodon“, dem großen Fisch) kommt an keinen der genannten Filme heran, vollkommenes Versagen kann man ihm aber auch nicht vorwerfen. Am ehesten, dass er nicht wirklich weiß, was er will: Für einen ernsthaften Schocker ist er zu harmlos, für einen Familienfilm zu blutig, und für eine Horror-Satire (wie „Piranha 3D“) zu ernsthaft.

Wirklich aussetzen kann man als Jon Turteltaubs („Das Vermächtnis der Tempelritter“) Film aber auch nichts. Die Story ist im großen und ganzen in Ordnung: Ein Team von Untersee-Wissenschaftlern forscht seit Jahren nach einer vermeintlichen „verborgenen Welt“ in den Untiefen des Ozeans. Als man dorthin vordringt, und eines der Teams plötzlich verschollen ist, holt man Jonas Taylor (Jason Statham) zu Hilfe, einen alten Tiefsee-Haudegen, der den Karren aus dem Dreck (bzw. das U-Boot vom Meeresboden) ziehen soll. Er warnte bereits vor Jahren vor einem „Monster in in der Tiefe“, doch niemand glaubte ihm. Als schließlich ein Riesen-Fisch für alle sichtbare Schäden am Schiff hinterlässt, wissen es alle: Es geht um Leben und Tod, denn mit dem Megalodon ist nicht zu spaßen…

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Wer hat hier mehr Angst vor wem: Jason Statham vor dem MEG oder der MEG vor Jason Statham?

Die Story ist genau so, wie sie sich anhört: Nicht sonderlich anspruchsvoll, aber zweckdienlich. Das Problem ist vielleicht, dass die Handlung nicht besonders ausgefeilt ist, dass kaum bedeutende Nebenstränge etabliert werden, und dass die Nebencharaktere großteils blass bleiben. So folgt man den Großteil des Film dem Team aus Wissenschaftlern, Tauchern, und ihrem Financier dabei, wie sich mit dem Leben vor dem „Meg“ davonkommen wollen. Lobenswert ist in „Meg“ die Optik, die (gefährlichen) Unterseewelten wurden gut in Szene gesetzt, CGI oder 3D stören hier selten.

Fazit:

Ansatzweise ist das Ganze recht unterhaltsam, doch so wirklich „zünden“ will „Meg“ bis zum Ende nicht. Ein Film, den man sich ansehen kann, der wenige wirkliche Schwächen aufweist, aber auch wenige große Stärken, und den man nach kurzer Zeit wieder vergessen hat: Deshalb natürlich kein Meisterwerk, aber ein Film der genau seinen Zweck erfüllt, der da heißt: Wenig anspruchsvolle Sommerkinounterhaltung.

ab 9.8. im Kino!

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Bildrechte: Warner Bros.

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