Film plus Kritik hat heute eine besondere Empfehlung für euch: Am 18.10. kommt der deutsche Indie-Horrorfilm „Skin Creepers“ in ausgewählte Kinos – und wir konnten ihn schon vorab sehen, und waren begeistert.

Trotz beschränkter finanzieller Mittel schuf das Team um Regisseur Ezra Tsegaye einen technisch versierten Schocker, der nicht nur sehr unterhaltsam ist, sondern eine wahre Perle darstellt. „Skin Creepers“ verbindet Horror mit Humor, setzt auf überzeugende Darsteller und gut gelungene Effekte. Ein wahrer Geheimtipp für Genre-Fans!

Worum geht’s in Skin Creeper?

Zwei erfolglose Filmproduzenten stecken ihr letztes Hab und Gut in den Dreh eines erotischen Films, der endlich zum großen Durchbruch führen soll. Die Hauptrolle besetzen sie mit einem bekannten US-Pornstar – Sasha Blue! Sie machen sogar einen Deal mit dem brutalen und unberechenbaren Unterweltkönig Lederkalle, nur um ihr Vorhaben durchzuziehen. Was keiner ahnt: In Sashas Hotel-Zimmer existiert seit einem schief gelaufenen Exorzismus das Böse! In einem Gemälde wartet dort ein teuflischer Incubus auf das richtige Opfer, um sich aus dem Bild zu befreien.

Schon die ersten Momente der Dreharbeiten wandeln sich unerwartet zu einer blutigen Situation, die die Filmemacher völlig aus dem Konzept bringt. Zurück in Sashas Hotel beginnt der Kampf ums nackte Überleben. Ihr Superstar verhält sich so durchgedreht und wahnsinnig, dass die beiden Brüder sie k.o. schlagen und ans Bett fesseln müssen. Spätestens als Sasha anfängt zu schweben, stellen die Jungs fest, dass sie ‚professionelle’ Hilfe brauchen. Nur ein Exorzismus kann jetzt noch das Problem lösen. Im Internet finden sie einen dubiosen Prediger, der Hilfe verspricht. Bei der verzweifelten Teufelsaustreibung entsteht höllisches Chaos und Blut ist noch das kleinste Problem der beiden Filmemacher. Und dann will Lederkalle auch noch sein Geld zurück…

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Wir befragten die Filmemacher zu ihrem Film:

Film plus Kritik: Wer kam auf die Idee zum Film, und wann begann die Arbeit?

Ezra Tsegaye (Regisseur): Den Film hatte ich schon vor unserem Kurzfilm „Casting des Todes“ (2015) geplant gehabt. Damals war der Titel noch „Der Teufel in mir“ und Sebastian und ich hatten eine Crowdfunding-Projekt gestartet. Leider ohne Erfolg.

Sebastian Wolf (Produzent): Obwohl unser Kurzfilm „Casting des Todes“ sehr gut ankam, merkten wir wie schwierig es ist, Kurzfilme zu verkaufen/vermarkten. Das gab uns dann noch ein Grund es mit einem Featurefilm zu versuchen. Durch den Kurzfilm konnte ich mir ein Bild über das Budget eines (Indie-)Spielfilm machen. Ich hatte eine gute Berechnungsgrundlage für das Budget des Spielfilm. Ungefähr das „Casting des Todes“ – Budget mal 6 🙂

Tsegaye: Mir gefiel die Mischung aus einem von einem Dämon besetzten, schwebenden Pornostar und einem Prediger, der die Situation retten muss. Die erste Fassung des Drehbuch hatte ich 2015 geschrieben, später stieg Sebastian Kühne als Co-Autor ein und die letzte Version wurde Anfang 2016 fertiggestellt.

Wolf: Wir sind dann mit dem Konzept und dem Drehbuch nach Cannes gefahren, um Kontakte zu Weltvertrieben zu machen. Wir haben viel Zuspruch erhalten und vielen gefiel das Projekt. Das hat uns sehr gepusht. Somit haben wir dann voller Zuversicht im Oktober 2016 mit den Dreharbeiten angefangen. Um das Projekt zu finanzieren musste ich ein kleines Grundstück verkaufen. Wir haben uns für 8 Wochen eine leere Halle in Berlin, Charlottenburg gemietet und 60% des Films vor Ort gedreht. Um das Budget gering zu halten, musste ich tagsüber mit einigen Freunden das Hotel-Set selber bauen und Abends meinem Beruf nachgehen. Der Bau des Sets nahm ungefähr 4 Wochen in Anspruch. Der Dreh hat ca. 4 Wochen gedauert. Durch die vielen VFX Shots hat die Postproduktion 11 Monate gedauert. Das VFX-Team bestand aus 2 Personen, hauptsächlich unser Kollege Mikko und Ezra. Das Budget betrug ca. 50.000 Euro.

Tsegaye: Wir hatten einige Wochen vor dem Dreh viele Castings gemacht. Die Rolle der Sasha Blue war schwieriger zu besetzten. Wahrscheinliche, da viele Schauspielerinnen Angst vor der Rolle des Pornostars hatten, oder weil sie halbnackt übers Bett schweben müssten 🙂 Daher waren wir sehr froh, dass wir Barbara nur wenige Tage vor dem Dreh entdeckt haben und dass sie Bock auf die Rolle hatte. Dieter Landuris hatte ich schon während der Arbeit am Drehbuch für die Rolle des Predigers vor Augen. Wir waren sehr froh, dass ihm das Buch gefallen hat und er zugesagt hat.

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Regisseur Ezra Tsegaye

Film plus Kritik: Gab es filmische Vorbilder, an denen ihr euch orientiert habt?

Tsegaye: Ich bin großer Fan von John Landis, ganz besonders von seinem „American Werewolf in London“. Ganz besonders mag ich die Mischung aus Drama-Komödie und trotzdem extremem Horror. Genau wie auch die Horrorfilme von Sam Raimi „Tanz der Teufel“ oder „Drag me to hell“. Aber ich mag auch ziemlich trashige Filme wie „Basket Case“ oder viele ältere Roger Corman Filme wie z.B „Mutant – Das Grauen im All“ oder „Sador – Herrscher im Weltraum“.

Film plus Kritik: Was wollt ihr mit eurem Projekt erreichen, welche Zuschauerreaktionen würden euch glücklich machen?

Tsegaye: Wenn der Film einigen Genrefans gefällt, bin ich glücklich. Und wenn wir durch den Film die Möglichkeit bekommen mit einem normalen Budget weitere Genre-Filme produzieren zu könnten.

Wolf: Ja, genau. Und natürlich wäre es super, wenn wir mindestens das Budget wieder rausbekommen würden.

Film plus Kritik: Habt ihr weitere Filme, etwa „Skin Creepers 2“, in Planung?

Wolf: Das Drehbuch zu Teil 2 stand schon während den Dreharbeiten. Es gab auch die Überlegung beide Teile in einem Wisch abzudrehen.

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Film plus Kritik: Ab wann und wo ist euer Film zu sehen bzw. erscheint für’s Home Cinema?

Wolf: Ab dem 18.10. Startet „Skin Creepers“ in ausgewählten Kinos in Deutschland. Am Samstag den 20. Oktober findet ein großes Spezial Screening (mit Team und Cast) im Babylon Mitte in Berlin statt. Und am 9.11. ist dann die DVD/Blu-Ray und On Demand VÖ.

Weitere Infos zum Film gibt’s hier: www.skincreepers.com


Sehen könnt ihr „Skin Creepers“ zu folgenden Terminen in diesen Kinos:

Bardenbach: 13.10. 23:45 im Bürgerhaus Bardenbach (Indigo Filmfest)

Berlin: 18.10. 21:30 im Moviemente (Premiere) und 

am 20.10. 19:00 im Babylon-Mitte als Special-Event mit anschließender Party

Kiel: 26.10 & 27.10 um 22:30 und 31.10. um 20:00 im Kino an der Pumpe

Österreich: am 24.10. um 21:00 im Megaplex PlusCity (Fright Nights)

Die DVD/BluRay könnt ihr  HIER bestellen (erscheint ab 9.11.).

…und der Trailer zum Film:

 

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eine Werbekooperation mit idSell / Botchco Films.

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