Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Mit „Lucky“ präsentiert John Carrol Lynch bei seinem Regie-Debüt einen Bizarro-Western, der dem großen Harry Dean Stanton („Paris, Texas“) eine Bühne für seine „Abschiedsvorstellung“ gibt (er verstarb nach Dreh des Films im Vorjahr). Neben dem liebenswert-schrulligen Hauptcharakter ist der Film mit weiteren „Weirdos“ gespickt, allen voran mit David Lynch als „Schildkrötenliebhaber“. Ein durchaus netter Independent-Streifen, der Stanton ein würdiges Denkmal setzt.


Lucky (Stanton) lebt in einem Südstaaten-Kaff in den USA – im hohen Alter immer noch alleine in seinem kleinen Häuschen. Sein Tagesablauf ist von strengen Routinen geprägt: Morgendliches Joga, Besuch im Cafe-Imbiss, Kreuzworträtsel, Gameshows im TV, Spaziergänge durch das Städtchen, am Abend eine Bloody Mary in der Bar – und jede Menge Zigaretten. Als er plötzlich eines Tages aus heiterem Himmel in der Küche umkippt, beginnt Lucky zu zweifeln: Obwohl ihm der Doktor bemerkenswerte Fitness bescheinigt, weist er ihn auf sein doch fortgeschrittenes Alter hin, das sich eben nun…

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