Ab heute neu im Kino – ein Pflichtfilm für alle politisch Interessierten:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Oft war in den letzten Jahren die Rede von der „gespaltenen Gesellschaft“, in der sich 2 unversöhnliche politische Lager gegenüberstehen, die schon an den grundlegendsten Erfordernissen einer gelungenen Kommunikation scheitern: Einer gemeinsamen Sprache. Zu unterschiedlich scheinen Sichtweisen, Begriffe, Zugänge, der Blick auf eine Welt, die sich rasch dreht und immer schneller ändert. Ulli Gladik probiert mit „Inland“, gedreht kurz vor und nach der österreichischen Nationalratswahl 2017, ein Experiment: Sie versucht zuzuhören, sich auf „das Andere“ einzulassen, sprich: FPÖ-Sympathisanten, und macht das mit großem Geschick, Respekt und Verständnis; und liefert damit ganz nebenbei ein Beispiel dafür, wie ein gedeihliches Zusammenleben in einer Gesellschaft, trotz unterschiedlicher Sichtweisen, funktionieren kann und sollte.

In das Zentrum ihres Films stellt die Regisseurin 3 Protagonisten, allesamt aus Wien: Einen ehemaligen Häftling, der in einem Obdachlosenheim wohnt; eine Kaffeehaus-Betreiberin; und einen Angestellten der Stadt Wien. Die eint vor allem eines: Die Sorge um „Österreich“, das von Ausländern…

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