Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Eine bekannte Redensart besagt: Die verbotenen Früchte schmecken am süßesten. Und ein jeder erinnert sich wohl an seine von Verboten und Warnungen geprägte Kindheit, in der eben jene Früchte auch exakt die waren, die die größte Anziehungskraft ausübten. Alkohol, Zigaretten, böse Filme; die Palette der Sehnsüchte ist vielfältig und groß.

von Cliff Brockerhoff

Einem etwas spezielleren Thema dieser Zeit widmet sich Regisseurin Karen Maine nun in ihrer Kurzfilm-Adaption „Yes, God, Yes“, die mit ihrem Titel schon aufzeigt in welche Richtung es in knackigen 78 Minuten gehen soll. Im Mittelpunkt steht dabei die 15-jährige Alice, die wohlbehütet aufwächst und eine konservativ religiöse Erziehung erfährt. An der Schwelle zur Adoleszenz muss sie sich allerdings fragen, ob ihr Leben in diesem Fahrwasser verbleiben soll. College, Jungs, Sex, doch vorher: ein Ausflug ins Bibelcamp, um mit Gerüchten rund um eine erotisch angehauchtes Ereignis in der Vergangenheit aufzuräumen.

Im Fortlauf tragen sich dort nicht…

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