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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Me, act? Why, I just make faces! Really, that’s all I do, I make lots of faces and they pay me for it.“ – Peter Lorre

Beim Lesen dieses Zitats mag der Eindruck entstehen, Peter Lorre war nicht immer gänzlich zufrieden mit den Rollen, die seine US-amerikanische Schauspielkarriere mit sich brachten. Und dieser Eindruck täuscht keineswegs, denn nach seinem Durchbruch in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) war Lorre auf einen sehr bestimmten Typ Rolle festgelegt. Im Beitrag Queer Coding im zweiten Weltkrieg und danach: Vom „schwulen Ausländer“ im US-Kinohabe ich die Praxis des Queer Codings geklärt und weiter geschildert, welchen Stellenwert der homophobe und fremdenfeindliche Figurentypus des boshaften queeren Ausländers vor dem historischen Hintergrund des US-amerikanischen Kinos der 1930er und 40er einnahm. Peter Lorre wurde während seiner Schauspielarbeit in den USA weitgehend auf die Darstellung solcher Figuren reduziert, sei es Joel Cairo in „The Maltese…

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