Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Vor einigen Tagen erschien auf der Website von Bayern 2 ein Kommentar des Autors Ferdinand Meyen (hier nachzulesen), der dort behauptet, die „Herr der Ringe“-Filme wären rassistisch. Natürlich, entsprechende Vorwürfe hatte es schon früher gegeben, auch in Bezug auf die Bücher, die noch einige Jahrzehnte mehr auf dem Buckel haben, sie erschienen allerdings wenig nachvollziehbar und nur als eine mögliche Lesart oder Interpretation eines dichten literarischen Stoffes, der vieles bedeuten kann. Im Kontext der US-Debatten um „strukturellen Rassismus“ und „Cancellation“ möchte der Autor nun seine, wie er selbst sagt heiß geliebten Lieblingsfilme, einer „Prüfung“ unterziehen, ob er sie denn nun noch mögen dürfe, oder man diese Filme am besten verbieten sollte.

Was sind die Argumente des Autors, die ihn zur Erkenntnis führen, dass die Filme „rassistisch“ wären? Sie sind schwach und folgen einer eindimensionalen Erklärungslogik, die derzeit vieles oder alles im Kontext von „Rasse“ und „Identität“ lesen möchte…

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