Ab morgen im Kino:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film, Kino & TV

Dass Sean Baker ein Herz für ungewöhnliche Figuren am Rande der Gesellschaft hat, die am Existenzminimum leben, aber immer noch Träume und einen Funken Optimismus mitbringen, hat der Regisseur und Drehbuchautor in seinen bisherigen Filmen mehr als einmal bewiesen. „Starlet“, „Tangerine“ und zuletzt auch der in Cannes uraufgeführte „The Florida Project“ – Baker bringt aus oft eher unkonventionellen Charakteren zutiefst menschliche und einfühlsame Geschichten hervor, die durch ihren natürlichen, fast schon dokumentarischen Stil oft ungeahnt emotionale Bindungen zum Publikum knüpfen und ein beachtenswert lebensnahes Bild quer durch die amerikanische Gesellschaft zeichnen. Auch in seinem neuen Werk „Red Rocket“, das im Wettbewerb von Cannes lief und nun auf dem Filmfest Hamburg zu sehen war, nimmt sich Baker einer Figur an, die einst auf der Suche nach Ruhm und Erfolg der zukunftslosen Stadt Texas City den Rücken kehrte und nun obdachlos und ohne Job, aber in der Hoffnung auf neue Möglichkeiten nach…

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