Ap-e-ocalypyse Now!

Draußen brütet die Hitze, in den Kinosälen heißt Sommerzeit, wie immer, Blockbusterzeit. Bis jetzt wurde, wie meist, wenig Überzeugendes geboten („Pirates“ Teil 5, „Transformers“ Teil 100..), doch auf den dritten und finalen Teil des Re-Boots der „Planet der Affen“-Saga (Kritik Teil 1: KRITIK: „The Rise of the Planet of the Apes“ (2011) – Rupert Wyatt) konnte man sich mit Recht freuen, wussten doch die ersten beiden Teile zu überzeugen. Und die Erwartungen werden nicht enttäuscht:

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Die Erde wird von Menschen und Affen bevölkert, durch die „Affengrippe“ wurde ein Großteil der Menschheit allerdings dahingerafft, während sich die Affen weiterentwickelten (sie lernten z.B. zu sprechen, zu reiten, usw.). Der Rest beider Zivilisationen bemühte sich um friedliche Koexistenz, doch ein abtrünniger Affe, der sich an den Menschen rächen wollte, machte dem friedliebenden Cesar (Andy Serkis), dem Anführer der Affen, einen Strich durch die Rechnung. Nun kommt es also zum „War for the Planet of the Apes“ (so der englische Originaltitel). Die überlebenden Menschen, vor Allem ein von einem irren Colonel (Woody Harrelson) angeführtes Armeekommando, wollen die Affenzivilisation ausrotten…

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So düster, wie das klingt, ist auch der Großteil des Films: Geradezu bedrückend ist die Stimmung den ganzen Film hindurch, „leichtes Popcornkino“ sieht anders aus.

Bemerkenswert sind hier, abermals, die visuellen Effekte. Wenn die CGI-Technologie irgendeinen bleibenden Wert für das Kino besitzt, kann man ihn hier ablesen: Die (durchwegs) animierten Affen sind derart realistisch gestaltet, dass ein Unterschied zu den realen Darstellern beim besten Willen nicht auszumachen ist. Das gilt übrigens auch für das Schauspiel: Andy Serkis, das Capture-Motion-Genie, der abermals Cesar verkörpert, stiehlt allen die Show.

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Ansonsten gilt hier: Der Mensch ist des Menschenaffen Wolf. Sprich: Der Großteil der Menschen ist derart verkommen, von Hass zerfressen, nur auf Zerstörung aus, dass auf diesem fiktiven „Planet der Affen“ der Affe bereits als besserer Mensch gilt. Cesar, und viele seiner Kumpanen, zeigen mehr menschliche Qualitäten wie Empathie, Liebe, und die Fähigkeit der Vergebung als die kalten,  herzlosen Menschen. Wer diesen „War“ nun gewinnen wird wird hier nicht verraten…

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Fazit: Alles in allem ist „Planet der Affen: Survival“ cleveres und atmosphärisch dichtes Blockbusterkino, und das würdige Finale eines gelungenen Re-Boots. Der düstere Film überzeugt vor Allem durch den gekonnten und beeindruckenden Einsatz visuelle Effekte, während Andy Serkis als „Cesar“ abermals eine Meisterleistung abliefert. „Survival“ kann durchaus auch als wohl durchdachter Anti-Kriegsfilm gelten, der dem Menschen den Spiegel vorhält.

filmpluskritik – Bewertung: ****1/2 von 5

 

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