Anfang August kommt Teil 3 der Neuauflage des Affen-Spektakels, das erstmals 1968 auf Zelluloid gebannt wurde, in unsere Kinos. Hier ein Rückblick auf den ersten Teil der Wiederbelebung des Stoffes, der auf einem Roman von Pierre Boulle beruht.

Will Rodman (James Franco) arbeitet in einem Pharma-Unternehmen an einem Mittel gegen Alzheimer. Ein an Affen getesteter Wirkstoff, der die neuronale Degeneration aufhalten soll, zeigt erste Erfolge: Mit „Cesar“ gibt es ein überdurchschnittlich intelligentes Primaten-Versuchsobjekt, das Hoffnung auf Behandlungserfolge beim Menschen gibt. Rodman testet das Serum selbstständig an seinem Vater (John Lithgow), der an der Krankheit leidet, und, siehe da: plötzlich geht es ihm prächtig.

Inzwischen ist aus dem kleinen Cesar ein Affe von beachtlichen Ausmaßen geworden, der nach Freiheit strebt. Doch irgendwie fühlt er, dass er weder zur Menschenwelt, noch zur Affenwelt gehört…

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Die Kritik vorweg: Das einzige, was man „Plan der Affen: Prevolution“ (so der deutsche Titel) vorwerfen kann, sind Drehbuchschwächen, einige logische Sprünge. Abgesehen davon bietet der Film ausgezeichnete Blockbuster-Unterhaltung, die daneben auch anthropologische Fragen tangiert.

Im Zentrum steht die Frage einer evolutionären Ethik: Was macht den Menschen besser als seinen entwicklungsgeschichtlichen Vorläufer? Hat der Mensch nicht längst verlernt, Mensch zu sein, verblendet von Egoismus und Profitgier; ist nicht der Affe der bessere Primat?

Neben diesen durchaus interessanten Überlegungen, die im Hintergrund des Filmes mitlaufen, ist natürlich auch die Oberfläche, sprich, die visuellen Effekte, bemerkenswert. Die Caption-Motion-Technik macht „Cesar“ noch menschlicher, die Action-Szenen sind allesamt sehr gut choreografiert.

Alles in Allem bietet „The Rise of the Planet of the Apes” kluge und vor Allem unterhaltsame Blockbuster-Unterhaltung, die bereits ein Sequel nach sich zog. Diesen Sommer erscheint mit „War for the Planet of the Apes“ (bei uns unter dem Titel „Planet der Affen: Survival“; VÖ 3.8.) der Abschluss der Affen-Trilogie. Erste Kritiken aus den USA sind vielversprechend (Rotten-Tomatos-Rating: 95%)

KRITIK Teil 3 ——>>> “Planet der Affen: Survival” (2017) – Matt Reeves

filmpluskritik – Bewertung: ***1/2 (von 5)

 

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