Das „wütende Gewissen Hollywoods“.

Geboren: 1946 in New York City; aktiv als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent

Oliver Stone startete seine Filmkarriere als Drehbuchautor: Gleich zu Beginn stand der Oscar für das Drehbuch von Alan Parkers packendem Gefängnis-Drama „Midnight Express“ (1978). Es folgten nicht minder großartige Bücher für Brian de Palmas Klassiker „Scarface“ (1983) und Michael Ciminos „Year oft he Dragon“ (1985).

Der Durchbruch der Regiekarriere kam 1986 mit „Platoon“, wofür es auch gleich den Oscar für den Besten Film und die Beste Regie gab.

Es folgten „Wall Street“ (1987), „Born on the 4th of July“ (1989), “The Doors” (1981) und das über 3-stündige Opus Magnum “JFK” (1991).

Stone etablierte in den ersten Jahren den Ruf eines (links-) politischen Kopfes, der mit seinen Filmen stets “heiße Eisen” der amerikanischen Innen- (und Außen-) Politik anpackte. Nicht selten führten seine Filme zu kontroversen Diskussionen.

Stilistisch sind es vor Allem dicht gefilmte, dialog- und schauspiellastige Machwerke, die neben politischen Themen oft persönliche Konflikte der Hauptdarsteller in den Mittelpunkt stellen.

In den 90-ern folgten noch „Nixon“ (1995), ein weiterer Politfilm, und „Natural Born Killers“ nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino; nach 2000 unter anderem „World Trade Center“, „W“ über George W. Bush und der zweite Teil von „Wall Street“. Stones letzter Film handelt von Edward Snowden.

Empfehlenswert sind vor Allem Stones frühe Filme aus den 80-ern und vom Anfang der 90-er, die spannende Filmunterhaltung mit politischen und historischen Thematiken verknüpfen.

Watchlist:

„Midnight Express“ (Drehbuch)

“Scarface” (Drehbuch)

“Wall Street”

“JFK”

“W”

„Ich sehe meine Filme vor allem als Dramen über Individuen in persönlichen Kämpfen, und ich sehe mich selber zuerst als Dramatiker, dann erst als politischen Filmemacher. Mich interessieren verschiedene Blickpunkte. Im Endeffekt sind die Probleme des Planeten universell, und Nationalismus ist eine sehr destruktive Kraft. Und ich mag Anarchie in Filmen. Meine Helden waren Buñuel und Godard. Außer Atem war einer der ersten Filme, bei denen ich mich erinnere, dass sie mich wirklich prägten, wegen seines Tempos und seiner Energie. Man sagt, meine Mittel seien nicht subtil. Aber das ist zuallererst, was wir brauchen: ein Kino, das uns wachrüttelt, unsere Nerven und unser Herz.“ Zitat Oliver Stone

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