Diese Seite widmet sich ansonsten ja v.A. Filmen, die man als empfehlenswert, außergewöhnlich, bedeutend und sehenswert bezeichnen kann.

Es gibt aber auch genügend übler Filme, und auch großen Regisseuren passieren bisweilen Missgeschicke. Hier 5 Filme, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so zu erkennen sind, von denen man aber besser doch die Finger lassen sollte:

                                                                                                      —>>>english translation below
  1. Blackhat (2015) – Michael Mann

Was ist nur mit dem Regisseur von Filmen wie „Insider“ oder „Heat“ los, denkt man sich, wenn man diesen Film gesehen hat. Die Negativentwicklung nahm schon mit „Public Enemies“ 2009 seinen Anfang, der nicht richtig zünden wollte, und setzte sich leider mit „Blackhat“ fort. An diesem Film gibt es nichts Gutes: Die story ist undurchsichtig, und es scheint hier vor Allem so, als wollte Mann seine früheren Filme selbst kopieren.

stattdessen schauen: „Miami Vice“, „Collateral“, „Insider“

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2. Contact (1997) – Robert Zemeckis

Der Regisseur von „Forrest Gump“ macht immer wieder Filme mit leicht seltsamem Touch, der Tiefpunkt ist aber der hier: Ein allzu kitschiger Film mit einer vollkommen weirden Story, gespickt mit missionarischen Untertönen. Da gibt es zuhauf bessere Weltraum-Filme, und auch bessere Filme von Zemeckis selbst.

stattdessen schauen: „2001 – Eine Odyssee im Weltraum“; „Alien“; „Forrest Gump“

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3. New York, New York (1977) – Martin Scorsese

Man kann durchaus behaupten, Martin Scorsese habe keinen einzigen schlechten Film gemacht – bis auf diesen hier: Die Geschichten von Drogen- und Improvisationsorgien am Set sind bekannt, schlugen sich aber äußerst negativ auf das Resultat nieder. „New York, New York“ fehlt es vollkommen an Struktur, das Ganze wirkt wenig durchdacht und sehr chaotisch.

Der Film fiel auch bei der Kritik und beim Publikum durch, was Scorsese in eine tiefe Depression stürzte, und er überlegt gar, das Filme-machen sein zu lassen. Zum Glück konnte ihn De Niro zu einem Comeback überreden, das dann „Raging Bull“ hieß…

stattdessen schauen: „Wie ein wilder Stier“, „Taxi Driver“, „Casino“

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4. Cocktail (1988) – Roger Donaldson

Roger Donaldson ist kein schlechter Regisseur. Was ihn aber zu „Cocktail“ verleitet hat, bleibt ein Rätsel. Wenn man den Prototyp eines schlechten 80´s-Film sucht, wäre dieser ganz oben auf der Liste: Eine dünne Klischee-behaftete Story, oberflächliches Schauspielgeplänkel, schöne, aber inhaltslose Bilder. Einziger Lichtblick: Soundtrack mit „Kokomo“ von den Beach Boys.

Wer Tom Cruise als Junges Talent sehen möchte, sollte auf andere Filme zurückgreifen.

stattdessen sehen: „The Color of Money“; „Top Gun“

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5. The great gatsby (1974) – Jack Clayton

Einen der wichtigsten (und besten) amerikanischen Romane zu verfilmen, ist nicht leicht. Vor Allem, wenn es sich um „The Great Gatsby“ handelt, der ob Fitzgeralds „filmischer“ Sprache als geradezu unverfilmbar gilt.

Hier tritt der seltene Fall ein, dass das spätere Remake (2013,  Baz Luhrman mit Leo Di Caprio als Gatsby) dem „Klassiker“ vorzuziehen ist. Am besten ist aber immer noch: Zum Buch greifen.

stattdessen sehen: „Great Gatsby“ – 2013

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short translation:

  1. Blackhat (2015) – Michael Mann
What is going on with the director of films like „Insider“, „Collateral“ or „Heat“, you think when you see this movie. The negative development began with „Public Enemies“, which was not really convincing, and unfortunately continued with „Blackhat“. In this film, there is nothing good: the story opaque, it seems here, above all, as if Mann wanted to copy his earlier films.
  1. Contact (1997) – Robert Zemeckis
The director of „Forrest Gump“ often makes films with a slightly strange touch, but the low point is this one: A too kitschy film with a completely opaque story, and missionary undertones. There are plenty of better space films out there: „Alien“, „The Marsian“, „Sunshine“, „2001“…
  1. New York, New York (1977) – Martin Scorsese
It can be said that Martin Scorsese did not make a bad movie – except this one: The stories of drug and improvisational orgies on the set are well known, and did no good to the result. „New York, New York“ lacks structure, consistency, and seems chaotic. The film also was panned by critics, so that Scorsese fell into a deep depression, and he even thought about giving up filming.
  1. Cocktail (1988) – Roger Donaldson
If there is a bad 80s film, then this: Thin clichéed story, superficial banter, beautiful but impertinent images. If you would like to see a juvenile Tom Cruise, you should have access to other films.
  1. The great gatsby (1974) – Jack Clayton
To adapt one of the most important (and best) American novels is not easy. Above all, due to Fitzgerald´s „cinematic“ language „The Great Gatsby“ is known as „unadaptable“. Here is the rare case that the later remake (2013, with Leo Di Caprio) is preferable to the „classic“. But best still: To grab the book.

 

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