Paul Verhoeven wird 80: Im folgenden die Kritik zu einem seiner kontroversesten Streifen, der Showbiz-Satire „Showgirls“.

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Paul Verhoeven erlebt gerade eine echte Renaissance: Seit seiner filmischen Rückkehr in die „alte Heimat“ Europa mit „Elle“ reißen sich die Interviewer und Festivalveranstalter um den Holländer, und man entdeckt alte Werke wieder – die nicht selten zum Entstehungszeitpunkt, auch von der gehobenen Kritik, vollkommen verrissen wurden.

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In diese Kategorie gehört „Showgirls“. Als follow-up zum Mega-Erfolg „Basic Instinct“ geplant, und als überzeichnete und surreal schrille Showbiz-Satire gedacht, fiel der Film bei Kritik und Publikum durch. Nominierungen für „Goldenen Himbeeren“, ausgedehntes Lamentieren über mieses Schauspiel, dummes Drehbuch, Inhaltsleere, Sexismus; Verhoeven nahm´s mit Humor, und holte sich den Razzie-Award höchstpersönlich ab.

Was ist nun wirklich dran? „Showgirls“ ist auf jeden Fall höchst unterhaltsam; „guilty pleasure“ würde man neudeutsch sagen. Durch permanente Übertreibung, Over-Over-acting bis zur Karikatur, wird die Ironie, der Sarkasmus -eigentlich- ziemlich deutlich sichtbar. Wurde nur anno ´95 offenbar nicht erkannt.

Verhoevens Kino ist ambivalent; er ist sich dessen bewusst, und…

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