#metoo wirft weiter seinen Schatten: Erstmals seit Bekanntgabe der Vorwürfe gegen Kevin Spacey kam ein neuer Film mit ihm in die Kinos – und floppte prompt. „Billionaire Boys Club“ spielte am Eröffnungswochenende in den USA ganze 126 (!) Dollar ein.

Noch vor einem Jahr war Kevin Spacey neben seinen allseits anerkannten Filmerfolgen der gefeierte Hauptdarsteller der Serie „House of Cards“. Im Herbst wurden im Zuge der #metoo-Enthüllungen Missbrauchsvorwürfe gegen ihn laut: Er soll in den USA und in Großbritannien Männer und Minderjährige sexuell belästigt haben. Im Film „Alles Geld der Welt“ wurde er komplett herausgeschnitten und seine Szenen kurzerhand mit Christopher Plummer nachgedreht.

„Billionaire Boys Club“ aber wurde bereits vor 2.5. Jahren gedreht, Spacey heraus zu schneiden war nicht mehr möglich. Die Produktionsfirma argumentierte damit, dass Spacey in dem Film ohnedies nur eine Nebenrolle habe.

Nach dem Misserfolg wird nun wird sogar spekuliert, ob dies sein letzter Film gewesen sein könnte: „House of Cards“ wurde inzwischen eingestellt, von neuen Projekten ist bisher nichts bekannt.

billionaire-boys-club-5k-uo-3840x2400
„Billionaire Boys Club“

Inzwischen wird jedoch auch eine der prominentesten #metoo-Fürsprecherinnen von ihrer Vergangenheit eingeholt: Asia Argento soll 2013 einen damals minderjährigen Schauspielkollegen missbraucht haben, und ihm dafür 360.000 Dollar „Schweigegeld“ bezahlt haben. Stimmen werden laut, die für einen anderen Umgang mit Opfern, sowie mit Tätern plädieren: Einen sehr interessanter Artikel vom Spiegel, der sich mit dieser Thematik befasst, findet ihr hier: Asia Argento und metoo-Wie mit mutmaßlichen Täterinnen umgehen ?

 

Advertisements