Inhalt:

Auf einem seiner Streifzüge durch ein verlassenes, in Trümmern liegendes Gelände findet Teenager Eli (Myles Truitt) einen mysteriösen Gegenstand, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Zunächst hält er seinen Fund geheim, doch als er mit seinem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Bruder Jimmy (Jack Reynor) vor dessen altem Gangsterboss (James Franco) flüchtet, nutzt Eli den Apparat, der sich als mächtige, überirdische Hightech-Waffe erweist, um seinem Bruder zu helfen. Dabei ahnt er nicht, dass sie dadurch erst recht zu Gejagten werden. Plötzlich ist nicht nur die Polizei hinter ihnen her, sondern auch die außerirdischen Streitkräfte, die die Waffe einst zurückgelassen haben und sie wieder zurück wollen – und das um jeden Preis!

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Kritik:

„Kin“ ist kein gänzlich schlechter Film. Wirklich zu überzeugen weiß er dennoch nicht, und das hat mehrere Gründe: Einerseits kann er sich nicht so recht entscheiden, was er nun sein möchte: Familien-Drama, Action-Thriller oder doch Science-Fiction-Film; „Kin“ enthält Elemente von all dem, wirklich schlüssig wirkt die Melange dennoch nicht.

Zum zweiten weist das Drehbuch erhebliche Schwächen auf. Einige Charaktere sind ziemlich klischeehaft gestaltet, agieren teilweise sogar „dumm“. Von den Schauspielern kann lediglich Debütant Myles Truitt als Protagonist Eli wirklich überzeugen. Zoe Kravitz (Tochter von Lenny) liefert eine solide Performance ab. Die von Jack Reynor verkörperte Figur des Jimmy hingegen wirkt hölzern bis dämlich, James Franco übertreibt es mit dem Over-Acting gehörig, die bemühte „Coolness“ des von ihm gespielten Gangsterbosses überschreitet mehrmals die Grenze zur Peinlichkeit. Positiv hervorzuheben ist die Filmmusik der Prog-Rock-Band Mogwai, die sich recht gut in die Szenerie einfügt. Die zahlreichen Action-Szenen sind fehlerlos gestaltet und stilistisch gibt es auch nichts zu bemängeln. Für einen überzeugenden, einen guten Film, der sein Geld wert ist, ist das aber dennoch zu wenig.

Bewertung & Fazit:

5 von 10 Punkten

„Kin“ möchte zu viel auf einmal, und weist erhebliche Schwächen bei der Charakterzeichnung auf. Die Schauspielleistungen sind wenig überzeugend, vor Allem James Franco liefert eine wirklich schlechte Performance ab. Gut gelungen sind hingegen großteils die Action-Sequenzen und der überzeugende Soundtrack. Dennoch: Nicht mehr als Durchschnitt.

ab 13.9. im Kino.

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Text: Concorde Filmverleih (Inhalt) / Christian Klosz (Kritik)

Bilder: © 2018 Concorde Filmverleih GmbH

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