Zu sehen im Programm der Diagonale 2019:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Ab morgen startet Hans Weingartners Road-Movie „303“ in den heimischen Kinos. Der Film mit einer stolzen Laufzeit von 145 Minuten schickt seine beiden Protagonisten auf einen Wohnmobil-Trip durch halb Europa, auf dem die Kulturgeschichte des ganzen Abendlandes verhandelt wird, bevor man sich – no-na – ineinander verliebt. Ein „Anti-Tinder-Film“, so Weingartner, der das darstellen soll, was reale menschliche Beziehungen so wertvoll macht: Intimität, Ungezwungenheit, Spontanität, Offenheit, Emotion, aber auch Konflikt, und natürlich Liebe und Zuneigung. Das gelingt zeitweise durchaus gut, doch würde sich „303“ nicht für alles so viel Zeit lassen, wäre aus einem guten ein großartiger Film geworden.

303+AlamodeFilm+04

Jule (Mala Emde) hat eben ihre Biologie-Abschlussprüfung verhaut, Jan (Anton Spieker) bekommt das angestrebte Stipendium für sein Politikwissenschafts-Studium, das er dringend benötigen würde, doch nicht. Frustriert machen sich beide auf den Weg, die eine im Wohnmobil von Berlin aus Richtung Portugal, wo ihr Freund in einer Kommune lebt, der andere nach…

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