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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Der große Stargast der diesjährigen Berlinale war Christian Bale, der mit Regisseur Adam McKay seinen neuen Film „Vice“ präsentierte. Während sich die beiden in der Pressekonferenz sympathisch, höchst kommunikativ und gut gelaunt gaben, kann ihr Film dem Zuschauer schon Magenschmerzen bereiten: Vollgepackt mit Inhalt, dicht und fordernd wie der Vorgänger „The Big Short“ entwirft er eine Art Milieustudie des US-amerikanischen Politzirkels in Washington im Dunstkreis der republikanischen Partei. Im Zentrum steht Dick Cheney, ehemaliger Vize-Präsident unter George W. Bush, gespielt von einem bis zur Unkenntlichkeit aufgedunsenen Christian Bale, der als moralfreier Opportunist gezeichnet wird, der im Schatten als „zweiter Mann“ die Fäden der Macht zieht.

Richard Cheney ist eigentlich ein Verlierer: In seinen Zwanzigern beginnt er zu trinken, sich zu schlägern, fliegt folglich von der Eliteuni Yale und verdingt sich als Monteur von Strommasten. Seine kluge und ambitionierte Ehefrau Lynne (Amy Adams) beginnt bereits zu zweifeln, ob sie sich nicht…

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