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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

2020 bekommt den Weihnachtsfilm, den es verdient: Mel Gibson als grimmiger Weihnachtsmann. Alleine diese Casting-Entscheidung sollte den Film für viele schon interessant, oder treffender formuliert, bizarr genug machen, um zumindest mal einen kurzen Blick auf „Fatman“zu riskieren. Man steht hier etwas ratlos vor der Frage, ob dieser Film das Potenzial zum Kultfilm hat, oder doch eher so sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, wie die letzten Filme des US-Amerikaners.

von Marius Ochs

Natürlich besteht zuerst Hoffnung auf Szenario Nummer Eins. Der kontroverse, streitbare, legendäre Mel Gibson spielt hier also den Weihnachtsmann in einer abgespeckten Version. Unter seinem roten Parka versteckt sich keine wohlgenährte Plauze, sondern stahlharte Muskeln. Auch seine Elfen sind keine kleinen witzigen Helferlein, sondern hocheffiziente Fabrikarbeiter, die für die maximale Produktivität schon mal freiwillig ihre eigenen Namen aufgeben. Der Feiertags-Spirit als Produkt einer knallharten kapitalistischen Realität.

So absurd „Fatman“ im ersten Moment klingt, das Versprechen einer…

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