Neu auf DVD/BluRay:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Einige Momente steht ein Mann vor der Eingangstür eines Keller-Café, bevor er eintritt. Er erfragt den Namen einer Gästin, doch es handelt sich nicht um die Frau, die er sucht. Also geht der Mann wieder. Aus dem Off kommentiert die Erzählerin: „Ich sah einen Mann, der sich verirrt hatte“ und die Szene ist zu Ende. Der neueste Film des schwedischen Ausnahmeregisseurs Roy Andersson erzählt keine stringente Geschichte. Stattdessen reiht er eine Vielzahl kurzer Tableaus aneinander, in denen er über das Gewöhnliche und das Außergewöhnliche reflektiert – über Traurigkeit, Vergänglichkeit, Liebe und Glauben. Über das menschliche Dasein und „Über die Unendlichkeit“.

von Paul Kunz

Die Bilder, die Andersson für die kurzen Einblicke in die Leben der zahlreichen Protagonisten wählt, eint eine triste Farbpalette voller Grau- und Brauntöne. Die kunstvoll ausgestalteten Tableaus gleichen Gemälden, deren melancholische Schönheit wir dank der stets statischen Kamera (Gergely Pálos) und einer wunderbar großen Tiefenschärfe bis ins…

Ursprünglichen Post anzeigen 340 weitere Wörter