Kurzinhalt: Nach einer verunglückten Bombenentschärfung quittiert Polizist Poon (Andy Lau) den Dienst. Drei Jahre später wird er selbst verdächtigt, für eine Reihe von Bombenattentaten verantwortlich zu sein. Poon ergreift die Flucht vor den ehemaligen Kollegen in einem Wettlauf gegen die Zeit – und die eigentlichen Drahtzieher, die Hongkong in Schutt und Asche legen wollen. Herman Yau legt mit „City Under Fire“, der in der Originalübersetzung „Shock Wave 2“ heißt, eine „unechte“ Fortsetzung zu „Shock Wave“ aus dem Jahr 2017 vor und ihm gelingt damit das seltene Kunststück, den Vorgänger qualitativ zu übertreffen.

Kritik: Würde sich das aktuelle US-Kino mit seiner Sequel-Wut ein Beispiel am Hongkong-Film oder insbesondere an Herman Yau nehmen, wäre es nicht so trist darum bestellt. Der nämlich nennt einen seiner Filme genau wie einen anderen, obwohl es keine direkte Fortsetzung ist, sondern lediglich Inhalt und Hauptdarsteller gleich sind. Das beeindruckende Resultat ist ein unheimlich rasanter, bemerkenswert versiert inszenierter Actionkracher mit hohem Unterhaltungswert. Nicht nur das: Die Backgroundstory um einen Bombenkommando-Cop, der zuerst Bein, dann den Glauben und schließlich auch noch sein Gedächtnis verliert, ist überaus komplex und genial konstruiert und macht „City Under Fire“ fraglos zu einem der besten Mainstream-Filme des Jahres. (Christian Klosz)

Bewertung:

Bewertung: 9 von 10.

(90/100)

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shock wave 2

Bilder: (c) Koch Media