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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film, Kino & TV

„Truth, justice and the american way“ – Über Generationen hinweg bestimmten diese Leitwerte die diversen Erscheinungsformen von Superheldenfiktion, dem wohl dominantesten Mythos der Moderne. Nun, da die Comichelden seit geraumer Zeit auch das Kino beherrschen, erfuhr das pathetische Grundkonzept bereits öfters Nuancen und Schattierungen, die bis dato radikalste Umdeutung erfolgt aber erst ganze achtzig Jahre nach dem Debüt des Prototypen Superman und stellt die Frage: Was wäre wenn ein auf der Erde gestrandeter Übermensch seine Kräfte in den Dienst des Bösen stellt, statt die Menschheit zu beschützen? Ein anregendes Gedankenexperiment, das Regisseur David Yarovesky in seinem Spielfilmdebüt „Brightburn“ durchspielt.

von Daniel Krunz

Das Ehepaar Breyer bemüht sich schon lange vergeblich um Nachwuchs, bis eines Nachts ein Lichtschweif über ihr Farmhaus in Kansas zieht und auf die Erde auftrifft. Der vermeintliche Meteorit entpuppt sich als außerirdische Raumkapsel und enthält einen Säugling. Die Breyers betrachten das Findelkind als Geschenk des Himmels, adoptieren…

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