Inzwischen ist auch aus dem Disney/Pixar – Konzern ein Big Player geworden: Vorbei die Zeiten, wo man sehnsüchtig auf eine Veröffentlichung pro Jahr warten musste; inzwischen gibt es auch hier ganze „franchises“ mit mehreren Teilen.

Eine solche ist die „Cars“-Reihe, von der nun der dritte Teil in den Kinos zu sehen ist.

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Verglichen mit anderen Filmen aus dem Hause Pixar, wie „Up“, „Alles steht Kopf“ oder zuletzt „Zoomania“, die allesamt als Meisterwerke zu bezeichnen sind, kann „Cars“ nicht ganz mithalten (die vorangegangenen Teile ebenso wenig wie der neue Film.)

„Cars 3“ bietet aber dennoch gute Unterhaltung, atemberaubende Animationsszenen und eine durchaus berührende Story. Ausgangspunkt des dritten Teils ist ein Car-Race, bei der Protagonist „Lightning McQueen“, der unumstrittene Star der letzten Jahre, zum ersten Mal auf ernsthafte Konkurrenz trifft – und verliert. Nach einer überwundenen „midlife-crisis“ (ja, anscheinend können auch Autos sowas haben) reißt er sich zusammen, und will es nochmal wissen: Er beginnt für sein Comeback zu trainieren, muss aber feststellen, dass er nicht mehr der Jüngste ist, und auch mit den neuesten Trainingsmethoden seine Probleme hat. Sein „personal coach“ Stella Cruz, mit der er Anfangs auch seine Konflikte hat, wird zu seiner Verbündeten bei dem Vorhaben, es noch einmal Allen zu zeigen.

Lightning beharrt aber auf alten, echten Trainingsmethoden in der freien Wildbahn, wodurch „Cars 3“ quasi zum „Road-Movie“ avanciert.

Schlussendlich steht das erste Rennen der neuen Saison an, und McQueen muss sich entscheiden: Will er es nochmal wissen, oder überlässt er den „Jüngeren“ das Feld?

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Wer vom dritten Teil der Cars-Reihe einen Meilenstein erwartet, wird wohl enttäuscht sein. Wer aber von vornherein meint, ein dritter Teil kann nur vernachlässigbar sein, irrt aber ebenso. Zwar hat der Film seine Schwächen, ergibt aber am Ende doch ein rundes Ganzes, und bietet nette Unterhaltung für Jung und Alt. Wie bereits erwähnt, stechen vor Allem die wunderbar animierten Renn-Szenen ins Auge. Zudem ist die Geschichte nicht schlecht erzählt: Sie erreicht zwar nie die inhaltliche Tiefe, oder auch den Anspruch von Filmen wie „Alles steht Kopf“, kann sich aber durchaus sehen lassen.

Conclusio: „Cars 3 – Evolution“ ist mehr als das Aufwärmen eines alten Sujets, um Geld zu machen: Der Film ist eine würdige Fortsetzung, der mit beeindruckenden Bildern die Geschichte eines Protagonisten auf vier Rädern erzählt, der mit dem „Älter-Werden“ zu kämpfen hat, die Zeichen der Zeit erkennen, und seinen Platz in einer sich verändernden Welt (wieder-)finden muss. Sehenswert und unterhaltsam, vor Allem ob der tollen Animationseffekte. Bewertung: 7/10 Punkten

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