Nach einer längeren Weihnachtspause präsentieren wir nun den nächsten „Film der Woche“: „In einem fernen Land“ von Ron Howard.

Ron Howard kann man durchaus als „Meister des amerikanischen Unterhaltungskinos“ bezeichnen, entsprechend persönlicher Meinung mitunter auch als „besserer Spielberg“. Filme wie „Apollo 13“, „Frost/Nixon“ oder „EDTv“ beweisen sein Talent, durchaus ernste Stoffe anspruchsvoll UND unterhaltsam aufzubereiten.

Dennoch kann sein Film „In einem fernen Land“ (Originaltitel: „Far and Away“) aus dem Jahr 1992 nicht so richtig überzeugen – zumindest abseits des jungen Paares Tom Cruise und Nicole Kidman, die ein unterhaltsames Leinwand-couple abgeben.

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„In einem fernen Land“ ist also eine romantische Komödie, die leider etwas hinter dem Können des Regisseurs zurückbleibt.

Die Story: Der Grundbesitzer lässt im irischen Dorf wegen verabsäumter Zahlungen die Häuser von Joseph Donelly (Tom Cruise) und seiner Familie niederbrennen, sein Vater stirbt. Der Junge beschließt sich beim dafür verantwortlichen Aristokraten zu rächen, die Aktion geht schief, doch er trifft auf die Aristokraten-Tochter Shannon (Nicole Kidman) und beide verlieben sich ineinander – und gehen gemeinsam far and away (nach Amerika), wo sie sich erst aneinander gewöhnen müssen, und ihre „unterschiedliche Herkunft“ ein permanenter Herd diverser Konflikte ist, die sich vor Allem für den Zuschauer amüsant gestalten.

 

Die Story ist zwar gut gemeint, funktioniert aber nicht wirklich. Der Film ist teils ganz unterhaltsam, aber zu lang geraten, vor allem das letzte Drittel ist ziemlich langatmig. Eine energetische Tom-Cruise-Früh-Performance, und das bisweilen gelungene Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller (die ja auch im echten Leben einst ein Paar waren) kann nicht davon ablenken, dass Ron Howard hier hinter seinem Potential bleibt.

Am Ende reiten die Siedler dem unbesiedelten Land entgegen, auf der einen Seite die Aristokraten, auf der anderen der arme Junge Donelly, mit Shannon vereint im Streben nach Glück, getrennt durch die Herkunft – doch die Liebe vereint die beiden schlussendlich doch zum Happy End.

Fazit: Ron Howard hat mit „In einem fernen Land“ einen eher durchschnittlichen Film geschaffen, der im Vergleich zu anderen Regie-Großtaten (z.B. „Frost/Nixon“) dieses bedeutenden Unterhaltungsfilm-Regisseurs etwas enttäuscht. Als locker-unterhaltsame Historien-Romanze ist er aber durchaus einen Blick wert.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

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