Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Paul Verhoeven und sein (Provokations-)Kino erlebte gerade in den letzten Jahren eine (Wieder-)Entdeckung durch die etablierte Filmkritik. Möglich, dass seine Rückkehr nach Europa und zu offensichtlich „autorenhaften“ Zugängen („Elle“) dazu beigetragen haben mögen.

Egal, wo der Niederländer arbeitet, eines eignet aller seiner Filme: Die Lust an der Provokation, am „In-Frage-stellen“ der Sehgewohnheiten der Zuseher, und  am Hinterfragen und Pervertieren von Genregrenzen und -konventionen.

„Hollow Man“ aus dem Jahr 2000 war Verhoevens letzter Film seiner Hollywood-Ära, die in den 80-ern begann und Filme wie „Total Recall“, „Basic Instinct“ oder „Starship Troopers“ hervorbrachte. Die story ist schnell umrissen: Ein genial-größenwahnsinniger Wissenschaftler, Sebastian Cane (Kevin Bacon) arbeitet daran,  tierische Lebewesen unsichtbar zu machen. Nachdem die „Phasenverschiebung“ bereits an einem Gorilla erfolgreich angewendet worden war, und er auch wieder in die „Sichtbarkeit“ zurückgeholt werden konnte, will Cane das Unsichtbarkeits-Serum an sich selbst testen. Seine Mitarbeiter (dargestellt u.A. von Elisabeth Shue, Josh Brolin) willigen widerwillig…

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