Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Moviemaster Welles schuf 1942 im Alter von nur 26 Jahren mit „Citizen Kane“ ein Meisterwerk für die Ewigkeit. Die Entstehungsgeschichte des Nachfolgers „The Lady from Shanghai“ liest sich so skurril und surreal wie der Plot dieses Klassikers: In Geldnot versprach Welles einem befreundeten Film-Produzenten einen Film für dessen Studio, wenn der ihm Geld leihen würde, den Titel des zukünftigen Projekts las er von einem Buch im Bücherregal ab, das sich neben der Telefonzelle befand, von der aus er die Verhandlungen führte: So wurde dieses Projekt geboren.

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„The Lady from Shanghai“ ist ein kryptisches Kriminalfilm-Puzzle, ein Film Noir der Extraklasse, und das nicht nur wegen der genialen Kameramontagen (nuancierte Nahaufnahmen plus finaler Spiegelkabinett-Szene), sondern auch wegen des labyrinthischen Plots, der sich bisweilen im Nichts verliert, um sich am Ende mit aller Not doch zusammenzufügen. Welles verbindet gefühlte hundert Erzählstränge, steigert die Spannung, mokiert sich bissig über amerikanische Idole und Ideale, und…

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