Nach jahrelanger Zusammenarbeit haben die Comedy-Größen Will Ferrell und Adam McKay bekanntgegeben, in Zukunft getrennte Wege gehen zu wollen: die Pforten der gemeinsamen Produktionsfirma werden geschlossen.

Ferrell und McKay lernten einander 1995 bei der Comedy-Show „Saturday Night Live“ kennen. 2006 gründete das Duo die Produktionsfirma Gary Sanchez Productions, die Filme wie „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“, „Anchorman“, „Holmes & Watson“, sowie die mehrfach oscarnominierte Politsatire „Vice“ hervorbrachte. Mit Gloria Sanchez Productions erhielt die Firma 2014 ein Schwesterunternehmen mit Schwerpunkt auf weiblichen Stimmen im Comedy-Bereich.

In einem gemeinsamen Statement gaben Ferrell und McKay jetzt an, die Firma nach 13 Jahren schließen zu wollen – auch wenn die gemeinsame Arbeit nicht besser verlaufen hätte können. Die beiden wollen weiterhin eng befreundet bleiben und einander auch bei künftigen Projekten unterstützen, aber, jeder für sich, neue Wege einschlagen. McKay will sich weiter auf Politdramen wie „The Big Short“ oder eben „Vice“ konzentrieren, während Ferrell dem Comedy-Genre treu bleiben möchte.

Im Statement heißt es außerdem, dass sämtliche in Arbeit befindliche Projekte der Gary Sanchez Productions und Gloria Sanchez Productions trotz der Schließung fertiggestellt werden sollen. Es werden aber keine neuen Projekte mehr hinzukommen.

McKay wurde für seine Arbeit an „The Big Short“ und „Vice“ bereits für fünf Oscars nominiert, für „The Big Short“ erhielten er und Charles Randolph den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Ferrell war zuletzt in der (gefloppten) Komödie „Holmes & Watson“ zu sehen, für die anstehende Produktion „Downhill“ dreht er derzeit in Österreich. Geplant ist außerdem eine noch titellose Komödie, die in der eSport-Branche spielt.

von Paul Kunz

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