Sein Händchen für hochwertigen Horror hat Ari Aster schon mit seinem Spielfilmdebüt „Hereditary“ bewiesen, bei dem er nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch schrieb. Der deutsche Trailer zu „Midsommar“ erlaubt nun einen gänsehauterregenden Vorgeschmack auf das Zweitwerk des jungen Regisseurs.

von Paul Kunz

Die Handlung des Films ist in einem Dorf im Schweden angesiedelt, wo jährlich zur Sommersonnenwende eine Reihe traditioneller Festivitäten abgehalten werden. Zu diesem Anlass reisen Christian (Jack Reynor) und seine Freundin Dani (Florence Pugh) für einen romantischen Urlaub ins schwedische Land-Idyll. Doch der Trip büßt einiges an Romantik ein, als sich die Feierlichkeiten als brutales heidnisches Ritual entpuppen.

Was der Trailer sofort erkennen lässt: Für das sommerliche Schweden tauscht Aster den düsteren Look klassischer Horrorfilme gegen helle Farben und gleißendes Sonnenlicht. Dafür arbeitete er erneut mit dem polnischen Kameramann Pawel Pogorzelski zusammen, der bereits bei „Hereditary“ mitwirkte. „Der Film ist schreiend grell“, sagt Aster. „Die ganze Zeit über. Sobald sie in Horka ankommen, das ist der Name des Ortes – der Gemeinde – verlassen wir nie mehr das Tageslicht. Dann bleibt es den ganzen Film hindurch hell. Das war auf jeden Fall beabsichtigt. Als wir begannen den Film zu drehen, haben wir definitiv unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet.“

Doch „Midsommar“ wird sich nicht nur durch seinen Look von „Hereditary“ unterscheiden. Denn der Film soll laut Aster weitaus surrealer ausfallen als sein Spielfilmdebüt. Außerdem möchte er diesmal vermehrt auf Suspense setzen, als zu versuchen, das Publikum zu erschrecken. Aster sagt sogar, dass es sich bei „Midsommar“ weniger um einen Horrorfilm handelt, sondern mehr um ein erwachsenes modernes Märchen.

Dennoch soll es thematische Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Filmen geben: Während „Hereditary“ letztlich ein Familiendrama im Horrorgewand erzählte, wird „Midsommar“ auf ganz ähnliche Art und Weise die Beziehungskrise im Zentrum der Handlung verarbeiten.

„Midsommar“ erscheint am 26. September 2019 in den österreichischen Kinos.

zum Weiterlesen: HIER geht’s zur ausführlichen Kritik von „Hereditary“.

Bild: A24

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