Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Sidney Lumet hatte Zeit seines (Regisseur-)Daseins vor Allem eines vor Augen: Dem US-Justizsystem filmisch einen Prügel vor die Füße zu werfen. Viele seiner Filme behandeln Fehler und Schwächen in Judikative und Exekutive, oft setzte er sich, stets mit Verve, Leidenschaft und stilistisch mit gnadenlosem Realismus, mit Korruption im „besten Rechtswesen der Welt“ auseinander.

Auch „Serpico“ ist dabei keine Ausnahme: Es handelt sich hier um einen harten, ultra-realistischen Polizei-Thriller, mit einem fantastischen Al Pacino in der Hauptrolle, der so etwas sie die personifizierte Verzweiflung des idealistischen, liberalen US-Bürgers gibt – der an dem ihn umgebenden (höchst korrupten) System zerbricht. Der Film basiert auf einem realen Vorbild, Frank Serpico gab es wirklich.

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