Die Corona-Pandemie und die damit verknüpfte Schließung der Kinos schlägt sich auf den VOD-Markt nieder („Video on Demand“ – man zahlt für einzelne, digitale Filme oder schließt Abos mit Streamingdiensten ab). Goldmedia hat errechnet, dass die Umsätze mit Pay-VOD im vergangenen Jahr 2020 in Deutschland auf drei Milliarden Euro gestiegen sein sollen, was einem Wachstum von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Neben der Pandemie traten auch neue Anbieter in den Markt ein, darunter insbesondere Disney+, das bekanntlich auch einige Filme exklusiv als Pay-VOD anbot („Mulan“). Außerdem gehen viele Verleihe ohne eigenen Streamingdienst dazu über, ihre für den Kino-Release geplanten Filme direkt digital zu veröffentlichen (wie etwa „Immer Ärger mit Grandpa“).

Der Großteil der Umsätze entfiel auf die klassischen Streaming-Dienste mit einem monatlichen Abo-Preis (wie etwa Netflix). Nach Goldmedia-Rechnung setzten sie allein 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 um. Der Rest entfiel dann auf Einzelabrufe, ob zum Verkauf oder zum Verleihen. (red.)