Aussteigen ist keine Option für ehemalige Agenten: Das muss auch Nick Shaw (Barry Pepper) erfahren. Einst war er Mitglied eines Elite-Kommandos der Special Forces, nun lebt er zurückgezogen in einem idyllischen Örtchen. Doch dann taucht plötzlich sein Ex-Kamerad Elias Kane (Colm Feore) auf und fordert seine Hilfe ein. Shaw soll unter Folter seine Kollegen verraten und damit deren Tod verschuldet haben. Seine Erinnerung daran wurde jedoch mit Drogen gelöscht. Während ihn starke Schuldgefühle plagen und seine Erinnungen stückweise zurückkommen, wachsen auch seine Zweifel, ob sich alles wirklich so abgespielt hat.

von Christian Klosz

Der Action-Thriller „Trigger Point“ erschien am 24.9. auf DVD und BluRay und ist auch digital verfügbar. Laut den Machern rund um Regisseur Brad Turner (unter anderem „24“ oder „MacGyver“), der den Film während der Corona-Pandemie drehte, war eine Trilogie angedacht, man wähnte sich mit der Figur Nick Shaw in einer ähnlichen Liga wie John Wick oder Jason Bourne. Nach Sichtung von „Teil 1“ muss man hier zumindest ordentliche Selbstüberschätzung attestieren, denn mit den genannten Kult-Serien hat „Trigger Point“ herzlich wenig gemein. Dem Film fehlt es vollkommen an Energie, Esprit oder sonstigen Qualitäten, die einen Action-Thriller sehenswerte machen.

Sogar die Kampf/Schussszenen sind derart öde inszeniert, dass man ständig Gefahr läuft, einzunicken. Barry Pepper mag zwar als Hauptdarsteller eine nette Idee gewesen sein, doch auch er kann aus dem inpirationslosen Drehbuch wenig machen: Zu generisch die Erzählung, zu belanglos zu Umsetzung. Die Geschichte vom Ex-Agenten, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, hat man bereits zigmal gesehen, und in fast allen Fällen besser.

Fazit:

Es kommt sehr selten vor, dass ein Film die Minimalwertung bekommt, doch „Trigger Point“ gelingt dieses fragwürdige Kunststück. Dem Film fehlt es schlichtweg an jeglichem Asset, das das Interesse des Publikums wecken würde. Über die knappe Laufzeit von nicht einmal 1.5 Stunden plätschert er seicht dahin, sodass sich sogar diese Dauer endlos anfühlt: Man kann nur hoffen, dass die Macher ihr Vorhaben, daraus ein Franchise zu machen, nicht in die Tat umsetzen – an müsste es als gefährliche Drohung auffassen.

Bewertung:

Bewertung: 1 von 10.

(14/100)

Bilder: (c) Ascot Elite