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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Während die Welt wegen der Corona-Krise den Atem anhält, lief in den letzten Tagen zumindest in den USA die Kinobranche wie gehabt weiter. So startete am Freitag der kontroverse Film „The Hunt“ in den US-Kinos. Die Veröffentlichung der Gesellschaftssatire aus dem Hause Blumhouse war an sich schon vor Monaten geplant, wurde aber dannn aufgrund eines Attentates in den USA abgesagt. Der Ruf eilt „The Hunt“ voraus: Kolportiert wurde, dass in dem Film links-liberale US-Bürger Jagd auf Angehörige der (konservativen) Arbeiterklasse machen würden, (vorauseilende) Kritik kam von beiden Enden des politischen Spektrums. Geworden ist „The Hunt“ eine durchaus unterhaltsame und kurzweilige Satire, die sich insbesondere mit der Selbstgefälligkeit und dem Überlegenheitsdenken selbstenannter liberaler Eliten anlegt, und so einen wunden Punkt der US-Gesellschaft trifft. Der Film hegt Sympathie für die „einfachen Leute“, während er sich für besonders aufgeklärt haltenden Eliten schonungslos einen Spiegel vorhält, aus dem boshafter Chauvinismus und „sozialer“ Rassismus zurückfunkeln.

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