Im Dezember sorgte ein verstörender Auftritt von ORF-Moderator Roman Rafreider für Aufsehen. Sichtbar mitgenommen führte er durch eine „ZIB Nacht“, erste Vermutungen legten nahe, dass er dabei betrunken war. Rafreider wurde danach vom ORF „suspendiert“, der Sender entschuldigte sich für das Verhalten seines Angestellten.

Nun nahm Rafreider erstmals selbst Stellung zu dem Vorfall, und zwar in einem Mail an seine ORF-Kollegen, das an die Öffentlichkeit gelangte. Darin erklärt er sein Verhalten mit einem Schicksalsschlag in der Familie und einer Tablette eines Beruhigungsmittels (Trittico), das er nicht vertragen hätte. Im Wortlaut klingt das so: „Mein Fehler besteht nicht darin, dass ich betrunken auf Sendung gegangen bin. Das war nicht der Fall! Eigentlich ist es schlimmer. Mein Fehler besteht darin, dass ich nicht den Mumm hatte zuzugeben, dass ich zum erstenmal in 25 Jahren nicht funktionieren kann.“

Zum „Schicksalsschlag in der Familie“ schreibt Rafreider in dem Brief „Herzinfarkt. Notarzt. Krankenhaus. OP. 3 Stents“. Und sein Verhalten erklärt er wie folgt: „Trittico mit einem Wirkstoff, den ich – wie ich heute weiß – nicht vertrage. Keine gute Idee“

Er schloss seine Mail mit einer Entschuldigung ab: „Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich wegen mir blöde Kommentare anhören mussten. Aber ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich mal nicht funktioniert habe. Möge das keinem von euch passieren“. Rafreider will nun ein halbes Jahr TV-Pause machen, um sich von den Vorfällen zu erholen. (ck)

Bild: Screenshot ORF